Frostwächter

Auf dem Bild rechts sieht man einen Frostwächter. Er kommt zum Einsatz, wenn die Temperaturen unter die Null-Gradmarke sinken werden. Meine Wellensittiche werden diesen Winter (2012) das erste Mal draußen in ihrer Schutzhütte und nach Wahl im Außenbereich verbringen. Wenn zu eisige Winde wehen und es immer kälter wird, soll dieser Apparat etwas Wärme in den Schutzraum bringen. Nicht zuviel, da sonst der Unterschied zwischen drinnen und draußen zu groß wird und die Wellis sich durch den größeren Temperaturunterschied evtl. erkälten könnten. Bin gespannt, ob alles gut funktioniert.

 

Ich habe mir viele Meinungen von erfahrenen Wellensittichhaltern mit Außenvolieren angehört und einige Erfahrungsberichte zu dem Thema gelesen. Einige Halter raten dazu, einen Frostwächter zu installieren, damit die Kleinen sich bei Frost und anhaltender Kälte aufwärmen können. Andere sind der Überzeugung, dass die Wellensittiche Temperaturen bei Minusgraden sehr gut aushalten können. Wichtig ist ein gut isoliertes Schutzhaus, um sich vor kaltem Wind und Sturm zu schützen. Sie fahren ihre Energie zurück, plustern ihre "Wollpullover" auf und man bietet ihnen fetthaltigere Körner an. Zusätzliche Wärme von außen ist nicht nötig.

 

Entschieden habe ich mich für die Frostwächtervariante, da mich das Wort "aushalten" stört bei der Praxis mit dem "Wollpullover". Für mich heißt das übersetzt, sie müssen an ihre Grenzen gehen - ihnen bleibt ja keine andere Wahl. Der Frostwächter wurde installiert und sein Stecker in die dafür vorgesehene Steckdose gesteckt. Wichtig ist es auch, die Kabel vor den knabberfreudigen Hennen zu schützen, indem man sie mit Kabelschutzröhren ummantelt. Mein Frostwächter springt an, wenn die Temperaturen + 5 Grad sind und hält dann den Schutzraum erträglich und macht den Unterschied zu draußen nicht allzu groß - schließlich sollen sie sich ja nicht erkälten. Er hat 550 Watt/ 230 Volt und mit den Maßen 242 x 260 x 121 mm nimmt er nicht zuviel Platz weg. Durch seine rote Signalleuchte kann ich auch von außen sehen, wann er anspringt.

 

Verzärteln möchte ich die Kleinen nicht, jedoch bei eisiger Kälte gerne unterstützen. Sie sollen ja gut durch den Winter kommen und es nicht nur "irgendwie" schaffen.

Galadriels Pläne zur Frostperiode!

Da Wellensittiche sehr neugierig und auch einfallsreich sind, musste ich mir mit dem Zwischenraum, der hinter dem Frostwächter durch die Aufhängung und der Wand entstanden war, etwas einfallen lassen. Mein TCB-Weibchen Galadriel hatte sich diesen "gemütlichen", doch eigentlich sehr schmalen Platz ausgesucht. Meine Angst bestand dahingehend, daß sie dort eine Gelegenheit sehen könnte, Eier abzulegen und auszubrüten. Aus diesem Grund baute ich aus Edelstahldraht, den ich noch vom Volierenbau übrig hatte und Hölzern eine Ummantelung für den Frostwächter. Dort können meine Wellensittiche nun problemlos landen.

 

Unten habe ich zur Veranschaulichung eine kleine Bildergeschichte erstellt:

Nachtlicht

2x klick
2x klick

Im Schutzhaus habe ich ein kleines LED-Nachtlicht, welches sehr wenig Strom verbraucht, in die dafür vorgesehene Steckdose gesteckt, welches ab Dämmerung selbstständig angeht und bis zum nächsten Morgen brennt. Es geht automatisch aus, sobald die Morgendämmerung einsetzt und verbraucht dann tagsüber keine Energie.

 

So bin ich mir sicher, dass auch bei Panikflügen nachts jeder Wellensittich wieder einen Platz zum Schlafen finden wird. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, sind Wellensittiche Fluchttiere und können in Panik geraten, wenn sie nachts durch unbekannte Geräusche aufwachen. Sie erschrecken dann und fliegen einfach los, um sich - wie es auch ihre freien Verwandten in Australien tun -  in vermeintliche Sicherheit zu bringen. In der Dunkelheit der Nacht fehlt ihnen die Orientierung, denn es ist nicht immer Vollmond.

 

2 x klick
2 x klick

Da sie Schwarmtiere sind, geraten auch in Gefangenschaft gehaltene Vögel instinktiv gemeinschaftlich in Panik, wenn sie zum Beispiel unbekannte Geräusche hören und fliegen los. Da sie sich in einem begrenzten Raum befinden, prallen sie nachts unwillkürlich gegen die Wand.

 

Ohne Nachtlicht kann es dabei zu Brüchen oder schlimmer, Genickbruch kommen. Natürlich kann es trotz angebotenem Licht zur Panik kommen, jedoch können sich die Wellensittiche dann etwas orientieren und es tritt schneller wieder die erhoffte Ruhe ein.