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Verdacht auf einen Tumor

15. August 2015 - Es gibt nicht so schöne Neuigkeiten über Emily zu berichten. Das liebe, kleine Weibchen hatte in den letzten beiden Jahren immer wieder einmal eine verschmierte Kloake und wurde mehr oder weniger erfolgreich auf Schimmelpilze behandelt. Nun hat sich seit einiger Zeit wieder einmal ihr Kot insofern verändert, dass an ihrer Kloake fast ständig ein Klümpchen hängen bleibt, der nicht von alleine abfällt, sondern der sich tagsüber vergrößert und richtig hart wird. Nach einer Weile fällt er ab oder wird von ihr entfernt. Sie rupft sich mittlerweile dort die Federn aus und man kann einen kleinen Teil ihrer Haut sehen. Vielleicht juckt es?

 

Am Montag habe ich mit ihr einen Termin bei meiner Tierärztin und sie wird untersucht. Da ich auch eine leichte Umfangsvermehrung im unteren Bereich ihres Bauches erkenne, vermute ich dieses Mal eine andere Diagnose als Schimmelpilze. Übrigens ist sie dabei weiterhin sehr fit und agil, flirtet mit ihrem Partner Jacob und schreddert gerne.


17. August 2015 - Es ist Montag und Emily sitzt nun im kleinen Transportkäfig und weiß nicht, was los ist. Wieder einmal bedauere ich, dass ich den Vögeln nicht erklären kann, dass ich ihnen nur helfen möchte. Sie war vorhin beim Einfangen ziemlich flink unterwegs und ich hatte Mühe, sie zu keschern. Glücklicherweise saßen nur Picasso, Aloha und sie im Schutzraum - die anderen waren im Außenbereich, ließen sich naß regnen und merkten nicht viel von der Aufregung.

 

Ich habe Emily sogleich auf die Waage gesetzt und weiß nun, dass sie 54 g wiegt. Für eine Hansi Bubi Dame wohl ganz ordentlich, denn das Durchschnittsgewicht eines Hansi Bubis soll bei 40 g +/- 3 g liegen. Emilys Partner Jacob füttert sie sehr gerne und sie selber probiert zusätzlich noch das ein oder andere leckere Körnchen. Nun hoffe ich natürlich, dass es sich bei den Gramms nicht um einen Tumor handelt, da mir im unteren Bauchbereich eine Verdickung aufgefallen ist.

18. August 2015 - Nun habe ich eine vorläufige Diagnose von der vogelkundigen Tierärztin für Emily. Nachdem sie ihren Kot gründlich unter dem Mikroskop auf Bakterien und Pilze untersucht hat, stellte sie wieder einmal Schimmelpilze bei ihr fest. Keine große Menge, aber doch so viele, dass sie der Auslöser für ihr Darmproblem sein könnten. Es ist eine vorläufige Diagnose, da sie wieder ein Antibiogramm erstellt hat. Das ist ein Labortest, bei dem ihre speziellen Krankheitserreger festgestellt werden, um danach, das für sie passende Antibiotika zu reichen. Sie erstellte auch ein Antimykogramm, um die Reaktion von Emilys Pilzen zu testen. Zur sofortigen Behandlung gab sie mir das Mittel Itrafungol mit, von dem ich ihr 1 x täglich einen Tropfen in ihren Schnabel träufeln soll. Es ist ein synthetisches Breitspektrum-Triazolantimykotikum und wirkt gegen Hefen und verschiedene Pilze. Eigentlich wird es wohl bei Katzen eingesetzt..... bei kleinen Vögeln wird eine entsprechend geringere Menge verabreicht.

 

Nach der mikroskopischen Untersuchung des Kotes wurde Emily in die Hand genommen und der Bauchraum und auch die Kloake gründlich abgetastet. Hier stellte sie fest, dass ihre Legebeine weit auseinanderstehen und sie somit hormonell sehr aktiv zu sein scheint. Bei einem eventuell anzufertigenden Röntgenbild würde man zur Zeit vermehrte Kalziumeinlagerung im Körper feststellen - welches sich weiß darstellt auf dem Röntgenbild - und man könnte aufgrund dieser Kalziumeinlagerung weniger von den Organen erkennen. Sie ertastete Lipome am Bauch und auch direkt hinter der Kloake. Dadurch, dass Emily 54 g wiegt, also rund 10 g mehr als eine Hansi-Bubi-Henne wiegen dürfte, sind sicherlich auch ihre Leber und Niere vom Fett betroffen und sie gab vorsorglich das Medikament Hepar Compositum Heel mit, von dem ich ihr alle 2 - 3 Tage einen Tropfen oral verabreichen soll.  Zur Verbesserung ihrer Keimflora streue ich nun PT 12 über das Futter, welches auch meinen restlichen Wellensittichen nicht schadet, sondern mehr nützlich sein wird. Zusätzlich gab sie mir die homöopathisch wirkenden Mittel Berberis D 4 (Berberitze/ Sauerdorn - Berberin hat antiseptische und anti-kanzerogene Eigenschaften) für die Niere - und Okoubaka D 3 (pulverisierte Rinde eines westafrikanischen Baumes - wird zum Entgiften eingesetzt) mit, welche ich im Trinkwasser morgens reichen soll.

 

In 3 Tagen werde ich nun wieder bei ihr anrufen, um mich nach dem Ergebnis vom Antibiogramm zu erkundigen. Die Eingabe des Mykotikums Itrafungol sollte nach ungefähr 10 Tagen eine erhebliche Verbesserung zeigen.

 

Die liebe Emily saß seit gestern Abend nun abgedunkelt in meiner Küche in dem kleinen Krankenkäfig und wußte immer noch nicht wie ihr geschieht. Ich habe ihr heute Morgen ihre Medikamente oral verabreicht und sie nach draußen zu ihren Freunden gebracht. Dort ließ ich sie wieder frei und werde sie nun leider jeden Morgen - solange die Behandlung dauert - mit dem Kescher einfangen müssen, damit ich ihr weiterhin helfen kann. Wie man oben bei ihrer ersten Erkrankung nachlesen kann, habe ich bereits mehrere Möglichkeiten ihr die Medikamente zu reichen, ausprobiert. Die letztere scheint mir für sie die beste zu sein, da sie dann den ganzen Tag über bei ihren Freunden bleibt und nur einmal morgens gestört wird. Mal schau' n wie sich hier alles entwickelt.

 

Jacob jedenfalls hat sie sogleich freudig begrüßt und sie haben lange gequatscht. Es kam mir so vor, als hätte sie von ihrem Abenteuer berichtet.

Deutsche Bezeichnung: Sauerdorn, Gemeine Berberitze

Stoffart: Heilpflanze, Wurzelrinde

Typische Potenzen: D1 bis D12

Der Sauerdorn ist ein immergrüner Dornenstrauch, der in Asien, im Himalaya, in den Anden und vereinzelt in Europa beheimatet ist. Er trägt rote Beeren. Das darin enthaltene Berberin hat antiseptische und anti-kanzerogene Eigenschaften. Es senkt weiterhin den Cholesterin-Spiegel und wirkt positiv auf das zentrale Nervensystem.

gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/berberis

20. August 2015 - Bisher habe ich Emily morgens schon zweimal mit dem Kescher eingefangen. Dafür habe ich gewartet bis die Mehrzahl meiner Vögel im Außenbereich waren, damit sie nicht den Eindruck haben, dass das Einfangen auch sie betrifft. Ich hatte Glück, denn mit Emily saß bisher dann nur noch Aloha im Schutzhaus und im Einfangen mit dem Kescher habe ich ja mittlerweile einige Übung. Die kleine Wellensittichdame ist dann in meiner Hand ganz lieb und öffnet sogar ihr Schnäbelchen, um die Medikamente in Empfang zu nehmen. Vielleicht weiß sie ja auch, dass sie danach dann schneller wieder in den Freiflug  und den ganzen Tag mit ihren Kolleginnen und Kollegen spielen, futtern oder auch mal zanken kann. Ich denke, sie in der Gruppe zu lassen, ist die beste Entscheidung.

 

Heute Mittag habe ich die Tierärztin angerufen und erfuhr das Ergebnis des Antibiogramms... es haben sich keine auffällig vielen Schimmelpilze gebildet und auch keine Bakterien, doch da Emily so positiv auf das Medikament anschlägt, soll ich es noch eine Woche weitergeben. Außer ein paar wenige Pilzsporen hat sie nichts entdecken können. Es ist ein ähnliches Resultat wie schon vor 2 Jahren. (oben kann man es bei Interesse nachlesen) Sie vermutet, dass, aufgrund ihrer vermehrten Kilos, die Fettablagerungen Organe verdrängen oder auch anschwellen lassen. Die homöopathischen Mittel, die ich weiter oben nannte, werden sie in ihrer Heilung unterstützen.... es sei denn.... es sind doch, wie bei vielen Wellensittichen, Tumore vorhanden. Dann wird sie ihr bei vorhandenen Schmerzen Schmerzmittel verabreichen bis der Zeitpunkt kommt, wo auch diese nicht mehr helfen werden. DOCH... noch bin ich zuversichtlich und hoffe für das kleine Wellensittichweibchen, dass die Mittel anschlagen und sie einfach nur gesund wird.

 

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23. August 2015 - Der lieben Emily geht es super! Morgens komme ich mit dem Kescher und den Medikamenten in die Voliere und lasse die Wellensittiche ins Freie. Dabei achte ich darauf, dass Emily in der Innenvoliere verbleibt. Dort keschere ich sie dann ganz schnell, nehme sie rasch in die Hand und verabreiche ihr die Medikamente. Sehr kurze Zeit später ist sie wieder bei ihren Freunden.

 

Danach wechsele ich das Wasser, in welchem ich die Globuli Berberis D 4 und Okoubaka D 3 aufgelöst habe. Meine restlichen Wellensittiche trinken natürlich auch davon, jedoch kann ihnen die Medigabe nicht schaden, denn Leberentgiftung ist sicherlich auch für meine restlichen Kostbarkeiten, insbesondere Frédérique, hilfreich und Unterstützung der Niere tut ihnen allen auch gut... nicht nur Emily. Ich kann damit nichts verkehrt machen.

 

Wie man auf dem Bild links erkennen kann, verwöhnt Emily weiterhin sehr gerne ihren smarten Partner Jacob und ist auch  fröhlich und sehr lebhaft. Der Kot sieht im Augenblick gut aus und ich hoffe, dass es sich weiterhin so positiv entwickelt.

31. August 2015 - Ich habe bisher noch nichts weiter zu Emilys momentanen gesundheitlichen Befinden geschrieben, da ich abwarten wollte, wie die Behandlung mit den oben genannten Medikamenten anschlägt. Anfangs hatte ich tatsächlich den Eindruck, dass ihr die Gabe von Itrafungol hilft, die Schimmelpilze einzudämmen und das Verhalten des Kots zu verbessern. Leider, leider war es nur in den ersten Tagen der Gabe so. Es sind mittlerweile 2 Wochen vergangen und es hätte sich, laut Tierärztin, drastisch verbessern müssen. Dies ist nicht der Fall und es sieht unverändert aus!

 

Ich muss sogar schreiben, dass ich Emily häufig dabei beobachte, wie sie ihre Äuglein schließt, ganz so, als hätte sie Schmerzen. Ihr Unterlid ist dabei im Gegensatz zu den "normal" ruhenden, gesunden Wellis etwas weiter über das Auge gezogen, als das Oberlid. Dann öffnet sie die Augen wieder normal, aber nur, um nach einer kurzen Unterbrechung die Augen wieder halb zu schließen... und dieses minutenlang oder manchmal auch stundenlang.


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Genau aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, sie doch röntgen zu lassen, um festzustellen, ob Tumore vorliegen oder nicht. Am Donnerstag habe ich nun einen Termin und dann weiß ich mehr. Es wird erst der Donnerstag sein, da die Tierärztin die kleinen Wellensittiche nicht gerne bei dem momentanen sehr heißen, schwülen Wetter zusätzlich der Prozedur des Röntgens aussetzen möchte. Das kann ich gut nachvollziehen. Dann muß sie noch 3 Tage "aushalten" und falls sich herausstellen sollte, dass es sich bei ihr um eine nicht heilbare Krankheit, sprich einem Tumor, handeln sollte, werde ich nicht versuchen, sie so lange wie möglich am Leben zu halten. Das Unvermeidliche würde ich nur in die Länge ziehen und das Leid des Tieres verlängern. Sie soll - dann natürlich mit Schmerzmitteln versehen - gerne so lange sie Lebensfreude zeigt, bei ihrem Partner, ihren Freunden und Freundinnen bleiben, doch sobald sich ihr Wesen verändert und sie sich noch mehr zurückzieht, da sie Schmerzen hat, werde ich mit ihr den letzten Weg gehen.


Das alles sind "nur" meine Gedanken und Befürchtungen und ich erhoffe mir durch das Röntgenbild mehr Klarheit über den Gesundheitszustand von Emily.

03. September 2015 - Nachdem ich Emily heute einfing, um sie zum Tierarzt zu bringen, habe ich sie nochmals gewogen. Zum Vergleich: am 17.08.15 waren es 54 g und nun sind es nur noch 47 g. Das heißt, sie hat in siebzehn Tagen 7 g abgenommen trotz gleicher Ernährung und obwohl sie in der Gruppe blieb. Weniger zu wiegen ist für sie grundsätzlich natürlich besser, doch in dem Zusammenhang mit ihrer Erkrankung bin ich irritiert. Ich vermute, dass sich ihr Partner Jacob nicht so ausführlich mit ihr beschäftigt hat wie früher, eventuell nicht so häufig fütterte. Wellensittiche spüren ja instinktiv viel früher, wenn ein Tier in der Gruppe erkrankt. Eventuell hat er sich daraufhin etwas zurückgezogen und kümmert sich mehr um die anderen Hennen. Das ist der Nachteil einer Außenvoliere. Ich kann nicht ständig draußen sein und immer beobachten, doch werde ich nun öfter dabei sein, um besser beurteilen zu können, wie Emily futtert. In meinem Beisein haben Emily und Jacob häufig miteinander geschmust, jedoch habe ich das Füttern in letzter Zeit nicht beobachten können.

 

So, nun bin ich zurück mit ihr! Sie wurde geröntgt und ihr Zustand ist nicht so rosig. Ihr Legedarm stellte sich auf dem Röntgenbild verschoben dar und war versehen mit weißen, kleinen Pünktchen. Diese Pünktchen könnten Steinchen sein, um die sich Bindehaut gebildet hat oder aber Tumore. Die Organe sind auch verdrängt und nicht mehr an der Stelle, wo sie eigentlich sein sollten. Was nun? Die Tierärztin überließ mir die Entscheidung.... Ich möchte Emily die Chance geben, da dieses Mal bei der neuerlichen Untersuchung des Kotes wieder vermehrt Schimmelpilze gefunden wurden,  diese mit einem anderen Pilzmittel zu besiegen. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt. Ein Versuch ist es wert! Zur Bewältigung des Schmerzes gab die Ärztin mir noch Metacam mit, von dem ich ihr morgens ein Tröpfchen in den Schnabel träufeln soll. WENN ich allerdings merken sollte, dass Emily sich quält, dann soll ich kommen und mit ihr den letzten Weg gehen.

 

Nun sitzt Emily wieder einmal in der Küche abgedeckt in einem kleinen Käfig und wartet auf den Morgen, wenn ich ihr ihre Medikamente geben werde und sie endlich, endlich wieder zu ihrem geliebten Jacob darf und zu ihren Freunden. Auweia, was kommt denn nun auf sie, auf uns zu?

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08. September 2015 - Emily hatte sich, nachdem ich ihr die Medikamente verabreicht hatte  - wie oben beschrieben - und wieder ihren Freunden/ Freundinnen zugesellt hatte, sofort zu ihrem Jacob gesetzt, der sie allerdings nicht freudig begrüßte, wie sie und ich gehofft hatte, sondern weiterflog zu seinem neuen Flirtweibchen Lilly. Emily blieb ziemlich bedröppelt sitzen und sammelte sich erst einmal. Im Laufe des Tages kam er immer mal wieder zu ihr zurück, sie schnäbelten miteinander und er flog wieder weiter zu Lilly, die jedoch auch nicht wirklich viel Zeit für ihn hatte, da sie sich noch um ihren Nymphi kümmern will. Im Augenblick scheint sich durch Emilys Erkrankung wieder die Pärchensituation zu verändern.

 

Gestern habe ich dann die Tierärztin angerufen, um das Ergebnis der Auswertung des Antibiogramms und Antimykogramms von Emilys Kotprobe zu erfragen. Es waren nun fünf Tage vergangen und es hätten sich in dieser Zeit eigentlich jede Menge Sporen bilden können. Das Ergebnis war für mich schockierend... es hatte sich nichts gebildet. NICHTS! Das heißt, dass ich Emily ab heute nicht mehr einfangen werde, denn dieses neue Pilzmittel, welches ich beim letzten Tierarztbesuch mitbekommen habe, ist bei ihr wirkungslos, da sie keine Schimmelpilze hat. Leider, leider hat sie diesen Tumor im Unterbauch, der die Organe verdrängt und auch die Nieren verändert arbeiten lässt. Aus diesem Grund hat sich ihr Kot verändert. Bei sichtbaren Schmerzen gebe ich ihr Metacam, jedoch nicht zu häufig, da dieses Medikament wohl, so habe ich gehört und gelesen, auf die Nieren schlägt und weiterhin schädigen kann. Zum Entgiften reiche ich ihr morgens ein in Wasser aufgelöstes homöopathisches Kügelchen Okoubaka D3, welches entgiftend wirkt und auch den anderen Kostbarkeiten nicht schadet. Alle paar Tage wird das Wasser noch mit Phytorenal F angereichert, zur Unterstützung der Leber, Niere. Emily ist momentan übrigens 5 Jahre und 7 Monate alt.

 

Es sieht nicht so rosig aus für sie!

20. September 2015 - Update: Emily scheint es im Augenblick gut zu gehen. Sie verhält sich ganz "normal" und scheint keine Schmerzen zu haben. Aus diesem Grund gebe ich ihr im Moment auch nicht das schmerzenlindernde Medikament Metacam, sondern nur weiterhin die homöopathischen Kügelchen Okoubaka D3 und Berberis D4 über die ich weiter oben Näheres schrieb. Weiterhin erhält sie im Wechsel zu eben genannten homöopathischen Mitteln ein paar Tröpfchen Phytorenal F ins tägliche Trinkwasser. Diese Zusammensetzung scheint ihr gut zu tun und auch ihr Kot hat sich verbessert. Sie ist munter unterwegs und sitzt nicht still für sich alleine in einer Ecke. Was mich auch sehr freut, ist, dass sie sich nun wieder verstärkt putzt und säubert. Dies hatte sie eine längere Zeit vernachlässigt. Außerdem mauserte sie stark und nun sprießen die neuen Federchen wieder nach.

 

Ich hoffe, sie hat noch eine längere, schmerzfreie Zeit.

2016

06. Dezember 2016 - Lange habe ich nichts mehr zu Emily und ihrer Erkrankung geschrieben, da sie sich im vergangenen Jahr wohl gefühlt zu haben schien und auch ihr "Kotverhalten" war normal. Nur ab und zu hatte sie noch weicheren Kot, welcher sich jedoch immer nach ein paar Tagen normalisierte.

 

Ich wiederholte bei Problemen die von der Tierärztin im August 2015 empfohlene Medikation, indem ich das homöopathisch wirkende Mittel Berberis D 4 (Berberitze/ Sauerdorn - Berberin hat antiseptische und anti-kanzerogene Eigenschaften) für die Niere - und Okoubaka D 3 (pulverisierte Rinde eines westafrikanischen Baumes - wird zum Entgiften eingesetzt) morgens aufgelöst im Trinkwasser reichte. Es half bisher wunderbar.

 

Leider habe ich heute bemerkt, dass eine nach hinten zeigende Zehe mit Kralle ihres rechten Fußes voller Kot ist, welcher die Kralle fest umschließt. Das habe ich leider bisher nicht bemerkt und weiß nicht, wie lange es sich schon so verhält. Sie wird wieder einmal weicheren Kot abgesetzt haben und mit dem Füßchen hineingetreten sein und dabei muß sie länger auf einer Stelle verweilt sein - anders kann ich es mir nicht erklären.

 

Es war heute schon zu spät, um sie aus der Voliere herauszufangen, damit ich ihr helfen kann, indem ich ihren Fuß unter warmem Wasser einweiche und es sich dann leichter ablösen kann. Erstens wäre es zu aufregend am Abend für sie und die Truppe draußen und zweitens könnte ich sie dann bei den Minusgraden und der Feuchtigkeit im Gefieder und am Füßchen heute nicht mehr nach draußen zu ihren Freunden setzen. Es wird also morgen passieren und ich bin schon jetzt aufgeregt!

07. Dezember 2016 - Heute Morgen bin ich wie immer gegen 9.00 Uhr zur Außenvoliere gegangen, jedoch heute mit klopfendem Herzen. Ich hoffte, dass Emily wie fast jeden Morgen die Erste sein würde, welche nach dem Öffnen aus dem Fensterchen nach draußen fliegt. Ich hatte tatsächlich Glück und ich konnte hinter ihr sofort das Fenster schließen, um wenigstens die restlichen 7 nicht zu beunruhigen.

 

Nun flatterte sie ganz alleine durch den Außenteil der Voliere und ich konnte sie schnell mit dem Kescher einfangen. Vorbereitet hatte ich schon eine kleine Transportbox, deren Boden voller Wasser war. Ich entließ sie aus dem Fangnetz, setzte sie in die Box und dort hoffte ich, weichte der Kotballen vom Füßchen auf dem Weg ins Haus auf. Im Badezimmer angekommen hielt ich Emily im Fixiergriff über das Waschbecken und ließ lauwarmes Wasser über das Füßchen und die Kloake laufen. Der durch das Wasser aufgeweichte Kot hatte bereits ihr Gefieder verschmutzt und glücklicherweise ließ sich der Kotballen nach einigem leichten Knibbeln leicht vom Füßchen lösen. Es hatte sich unter dem Kot am Fuß keine Entzündung gebildet und ich bin nun heilfroh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. Sie lag natürlich nicht Gott ergeben in meiner Hand, sondern versuchte immer wieder, mich kräftig zu beißen und schaffte es auch. Überrascht war ich darüber, dass dieser feste Kotballen durch Aufweichen doch relativ leicht zu entfernen war. Nun kann sie sich wieder ordentlich festhalten.

 

Selbstverständlich werde ich nun wieder mit der Berberis D 4 und Okoubaka D 3 - Kur beginnen und hoffen, dass es wieder aufwärts geht. Sie verhält sich sehr agil und unternehmungslustig, nimmt rege am Schwarmleben teil.

2017

Bild ist per Klick vergrößerbar
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31. Januar 2017 - Heute war es mal wieder soweit und ich kescherte die verblüffte Emily aus der Voliere, um sie wie Anfang Dezember von Kotresten zu befreien. Leider hat sie im Moment wohl eine schlechte Phase, da ihr Kot zu flüssig ist und dadurch in letzter Zeit wieder häufiger an ihren Federn hängenbleibt, um dann dort zu verhärten.

 

Das letzte Mal hatte sie herzhaft zugebissen und mir eine kleine Wunde zugefügt. So benutzte ich bei dem Fixiergriff einen Wollhandschuh, den sie auch tatsächlich bearbeitete. Ich war froh, dass ich daran gedacht hatte, meine Hand vor Emilys kräftigem Schnabel zu schützen. Als sie das warme Wasser spürte, entspannte sie sich und ich merkte sofort, dass es ihr gut tat. Nach einer kleinen Einwirkzeit, ließen sich die Kotstückchen leicht abwaschen. Bei der diesmaligen Reinigung bemerkte ich allerdings leider, dass ihre Füßchen leichte Druckstellen aufweisen; d. h. an einigen Stellen leicht gerötet sind. Diese Stellen cremte ich mit einer Wund- und Heilsalbe ein.

Hier musste Emily nach ihrer Säuberung noch auf ihre "Entlassung" nach draußen warten, da sie im Warmen trocknen sollte. (Bild ist per Klick vergrößerbar)
Hier musste Emily nach ihrer Säuberung noch auf ihre "Entlassung" nach draußen warten, da sie im Warmen trocknen sollte. (Bild ist per Klick vergrößerbar)

Im August 2015 hatte die vogelkundige Tierärztin bei Emily auf einem Röntgenbild festgestellt, welches angefertigt wurde, dass ihr Legedarm verschoben ist und es waren weiße, kleine Pünktchen sichtbar, welche Kalk sein könnten, um die sich Bindehaut gebildet hat oder aber Tumore. Sie hatte mir damals die Wahl gelassen, wie ich mit Emily weiter verfahren möchte. Gut, dass ich sie damals nicht habe einschläfern lassen, denn sie ist weiterhin sehr aktiv unterwegs und hat seit dem Tod von ihrem geliebten Jacob einen neuen Verehrer, welcher auch seine Freundin durch Tod verloren hat. Es ist Angelo, der sich aber auch noch um seinen Freund Sam kümmert.

 

Emily ist ein ganz liebes Wellensittichweibchen, welches auch mir gegenüber sehr anhänglich ist, obwohl ich sie ab und zu einfangen muss, um sie von Kotresten zu befreien. Sobald ich die Voliere betrete, schaut sie mich mit ihren wissenden und interessierten Augen an und nimmt mit mir Kontakt auf. Sie ist mir gegenüber auf gar keinen Fall ängstlich, sondern es ist fast so, als wüsste sie, dass ich es gut mit ihr meine.

18. Februar 2017 - Es sind nur ein paar Tage vergangen seit der letzten Fangaktion und schon musste ich wieder "zuschlagen". Heute Morgen hatte die liebe Emily wieder einen dicken Kotballen an ihrer Kloake hängen, von dem ich sie erlösen wollte. Ich dachte nicht lange nach, schnappte mir den Kescher und hatte sie ganz schnell ohne langes Zögern gefangen. Die anderen Wellis konnten gar nicht so schnell reagieren und schon war ich mit Emily außerhalb der Voliere.

 

Im Badezimmer hatte ich vorsorglich abgedunkelt, damit ich sie in gedämpfter Atmosphäre von dem lästigen Anhängsel befreien kann. Wieder einmal ließ ich das lauwarme Wasser laufen und hielt sie mit ihrer Kloake darunter. Ich hatte das Gefühl, dass es ihr gut tut, denn sie wehrte sich kaum. Ich ließ das Wasser den Kot aufweichen und konnte ganz leicht mit der anderen Hand alles entfernen. Danach hielt ich sie noch etwas beruhigend in meiner Hand und sprach mit ihr. Ihr Herzchen klopfte ganz normal und als ich sie dann wieder in die Voliere entließ, flog sie gerne wieder leicht wie eine Feder zu ihrem Angelo, der sie schon vermisst hatte. Bei ihm ließ sie sich dann hängen, wie man auf den Bilder erkennen kann. Die Federn am Bürzel waren durch das Wasser schwerer geworden und das irritierte sie. .... jedoch nicht lange, denn sie schüttelte sich mehrfach und lockerte alles mit ihrem Schnabel

10. März 2017 - Das liebe Wellensittichweibchen Emily gefällt mir seit gestern gar nicht.  Sie schläft zu viel und zu häufig. Als ich gestern morgen wie immer gegen 9.00 Uhr zur Außenvoliere ging, um die übliche Morgenprozedur zu vollziehen und mich daran zu erfreuen, dass die schon ungeduldig wartende Emily wieder einmal die Erste sein wird, die in den Außenbereich fliegt, sobald ich das Ausflugfensterchen öffne, geschah erst einmal gar nichts.

 

Nachdem ich dann die Tür öffnete, um den Schutzraum zu betreten, saß sie noch immer auf ihrer Schaukel und hatte das Köpfchen im Gefieder versteckt. Eigenlich sieht das ja gemütlich aus, doch für Emily ist das um diese Uhrzeit völlig ungewöhnlich. Ich sprach leise zu meinen kleinen Freunden, wechselte das Wassernäpfchen gegen ein frisches aus, füllte Futterkörner auf und schaute nach, ob alle noch auf ihren Plätzen saßen. Meine sieben anderen Kollegen waren schon damit beschäftigt sich zu putzen, neugierig zu schauen, was ich so mache und einige waren auf dem Weg nach draußen.... bis auf Emily. Sie saß die ganze Zeit auf ihrer Schaukel mit dem Köpfchen im Gefieder. Ein schlechtes Zeichen! Zunächst verließ ich meine Bande wieder und ließ sie ihren Morgen beginnen. Nach einer Weile schaute ich noch einmal nach meiner kleinen, sonst immer recht zutraulichen Freundin und fand sie nun im Außenbereich sitzend vor, allerdings wiederum schlafend. Ihr neuer Freund Angelo bemühte sich rührend um sie. Immer wieder stubste er sie an und versuchte sie so zu wecken. Er wollte natürlich seine muntere Freundin wieder haben, die er füttern kann und die mit ihm spielt.

 

Abends saßen alle wieder im Schutzhaus, Emily schlief schon wieder.... Bin schon ganz aufgeregt vor dem heutigen morgendlichen Füttern....

 

Update: So, war soeben bei meinen kleinen Freunden und habe das morgendliche Ritual vollbracht. Emily saß schon wie immer ungeduldig am Ausflug und war nach dem Öffnen des Fensters die Erste, die sich fröhlich fliegend auf den höchsten Ast setzte, um alles in Augenschein zu nehmen. Wahrscheinlich hatte sie gestern "nur" einen schlappen Tag..... hoffentlich.

10. April 2017 - Gestern war es mal wieder so weit. Ich musste Emily aus der Voliere keschern, da an ihrer Kloake wieder einmal ein "Stalagtit" hing. So nenne ich mittlerweile den Kot, welcher sich in ihren Federn an der Kloake sammelt und einfach nicht von alleine abfällt, da er zunächst zu flüssig ist und danach aushärtet.

 

Nach der Säuberungsaktion, die wie am 18.02.17 beschrieben ablief, waren ihre Federn verständlicherweise ziemlich naß. Ich setzte sie draußen in die Sonne, die sie trocknen sollte. Emily hatte aber keine Lust auf die Sonne und wollte ins Schutzhaus fliegen. Voller Verblüffung  musste sie erleben, daß ihre nun nassen Federn sie nicht mehr dorthin tragen wollten, wohin sie wollte. Sie sank sanft gen Boden und kam natürlich auch nicht mehr hoch. Also schnappte ich sie - Emily ließ es ohne Panik zu, da sie mir vertraut - und ich trug sie ins Schutzhaus. Dort setzte ich sie auf einen von ihr bevorzugten Ast und sie schien zufrieden. Eine kurze Weile später war sie dann schon wieder draußen unterwegs und flog federleicht, da ja das lästige Anhängsel verschwunden war, durch die Voliere.

24. April 2017 - Die Abstände werden immer kürzer, in denen ich Emily leider aus der Voliere keschern muss. Irgendwie scheint sie sich nicht richtig zu säubern, anders kann ich es mir nicht mehr erklären. Heute morgen habe ich sie vor der Fütterung zunächst gefangen ..... zum Entsetzen der anderen sieben Wellensittiche. Da ich leider mittlerweile in Übung bin, dauerte es nur einen kurzen Augenblick und schon hatte ich sie im Kescher und anschließend in der Transportbox.

 

Emily ist eine ganz, ganz liebe Henne, die nicht laut wird, wenn sie gekeschert wird oder kreischt, so wie ich es schon bei anderen Hennen erlebt habe. Sie lässt das Schicksal einfach so über sich ergehen... habe ich den Eindruck. Dann sitzt sie Gott ergeben und harrt der Dinge, die da kommen mögen. Eigentlich weiß sie ja Bescheid, denn sie kennt das Prozedere mittlerweile. Vielleicht ist sie ja auch aus diesem Grund weniger aufgeregt. Nach der Säuberung ließ ich sie noch etwas im Haus, damit ich in der Zwischenzeit die Voliere säubern kann und sie die Unruhe dort nicht noch zusätzlich mitbekommt.

 

Natürlich war sie sehr glücklich, als es dann soweit war und sie wieder befreit im Schutzraum saß. Dort hatte sie allerdings die Idee, doch nach draußen fliegen zu wollen und dank ihrer naßen Federn klappte nur ein kurzer Flug gen Boden, wo sie verdutzt auf mich schaute, so als würde sie von mir wissen wollen, was denn mit ihr passiert ist. Ich hob sie auf und setzte sie wieder auf einen Ast, damit ihre nassen Federn gut trocknen können und  sie wieder leicht wie eine Feder fliegen kann. Leider hat sie nach der letzten Wiegerei etwas abgenommen (bis nach unten scrollen), was ja kein gutes Zeichen ist.

 

28. Juni 2017 - Heute war es mal wieder soweit und ich musste die liebe, kleine, 7jährige Emily vor dem Frühstück herauskeschern, um sie von ihrem riesigen "Stalagtiten" zu säubern. Ich mache es am liebsten direkt vor dem Frühstück, da ich morgens immer das Fensterchen zum Ausflug öffne und Emily in der Regel die Erste ist, die hinausfliegt. Nach ihr mache ich dann das Fensterchen wieder zu und erspare so wenigstens meinen anderen 7 Kostbarkeiten den Stress des Gefangenwerdens.

 

Sie lässt das Keschern und anschließende Säubern unter dem Wasserhahn ohne Kreischen oder Piepsen über sich ergehen, ganz so, als wüsste sie, daß es ihr gut tut. Danach wird gewogen (aktuell sind es 43 g - die aktualisierte Statistik findet man hier; dabei bitte nach unten scrollen)

 

Wenn sie anschließend wieder in ihrem Heim sitzt, versucht sie regelmäßig auf die höchste Stelle zu fliegen, um ihre Ruhe zu haben, doch dadurch, daß die Flügel so nass sind, gelingt es ihr immer nur in Etappen. Das schlaucht und frustriert sie, sodaß sie ihre Flügel hängen lässt; doch nach kürzester Zeit ist sie wieder mitten unter ihren Freunden und fliegt so leicht wie eine Feder im Wind.