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Zu Beginn des Sommers 2013 habe ich erstmals Körner, die ich meinen Wellensittichen als Futter anbiete, in ungedüngte Blumentopferde eingesät und stetig gegossen. Heraus kam eine interessante Mischung von Pflanzen, die man rechts auf dem Bild sehen kann und auf die ich im Einzelnen unten eingehe.

 

Eine Pflanze hat mich rätseln lassen - es handelt sich um die Mungbohne (Katjang Idoe). Wie kommt diese Bohne in eine Wellensittichkörnermischung? Sie ist viel zu hart, um sie den Vögeln anzubieten, ohne sie vorher in Wasser eingeweicht zu haben.......und genau dieses muss man tun, denn die Mischung, die ich aussäte, war Keimfutter. Nach dem Einweichen in Wasser allerdings schmeckt sie hervorragend und ist ein sehr guter Protein- und Nährstofflieferant.

 

Ich werde dieses Experiment, an dem man auch die Frische der Körner und Saaten erproben kann, immer wieder ergänzen.

 

Der bei Wellensittichen sehr beliebten Kolbenhirse und Silberhirse, besonders im halbreifen Zustand, habe ich zusätzlich eine besondere Seite gewidmet, da diese die beim Wellensittichhalter bekanntesten Hirsesorten sind.

 

Nach Anklicken aller einzelnen Fotos erfährt man deren Bezeichnung und kann die Einzelheiten besser erkennen.


Silberhirse (Panicum miliaceum)

Die Silberhirse ist eine Rispenhirse und gehört zur Familie der Süßgräser. Sie ist eine einjährige Planze und gehört zu den kohlenhydratreichen Samen in den Futtermischungen.

 

Links sieht man die Körner, die in Körnermischungen zu finden sind und unten als Pflanze mit halbreifen Körnern im Blumentopf gewachsen.


Platahirse (Panicum miliaceum)

Platahirse ist eine Rispenhirse, die aus der Gegend La Plata in Argentinien kommt. Daher trägt sie auch diesen Namen. Sie gehört zur Familie der Süßgräser, ist eine Mehlsaat, relativ fettreich und wächst einjährig. Sie kommt in den Farben  von hellgelb bis leicht orange vor. Aus diesem Grund wird sie auch häufig als Gelbe Hirse bezeichnet, jedoch hat die Platahirse ein ovales Korn und eine weichere Schale.

 

Sie hat einen hohen Kohlenhydratgehalt und ist durch viele Mineralstoffe wie z. B. Magnesium, welches die Knochen stärkt, eine gute Futterbereicherung besonders im Winter.

 

Mir fällt bei der Pflanze auf, dass sich an der Spitze jedes einzelnen Kornes ein schwarzer Fleck befindet. Entweder sieht die Pflanze tatsächlich so aus oder aber der heftige, sintflutartige Regen dieses Jahr zeigt hier sein "Können".


Ich habe Platahirse ausgesät, um die entsprechende Pflanze kennenzulernen. Ein Klick auf die Fotos unten, vergrößert diese.

Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

Links sieht man den Buchweizen noch in der harten Schale, in der sich die Körner befinden, die z. B. den Wellensittichen angeboten werden können.

 

Unten sieht man die  Pflanze mit Blüten noch ohne die dreikantigen, 4 bis 6 mm langen und 3 mm dicken Nüsschen, welche als Frucht jeweils an einer Blüte gebildet werden. Sie hat eine harte Schale, welche vor Verzehr entfernt wird. Buchweizen gehört zur Familie der nelkenartigen Knöterichgewächse (bot. Polygonaceae).

 

bot.: Polygonaceae)

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Buchweizen gehört aber nicht zu den Gräsern sondern zu den Knöterichgewächse (bot.: Polygonaceae) und ist streng genommen ein Pseudogetreide.

Mehr lesen bei: http://www.lebensmittellexikon.de/g0000620.php
Copyright © lebensmittellexikon.de
Buchweizen gehört aber nicht zu den Gräsern sondern zu den Knöterichgewächse (bot.: Polygonaceae) und ist streng genommen ein Pseudogetreide

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Buchweizen gehört aber nicht zu den Gräsern sondern zu den Knöterichgewächse (bot.: Polygonaceae) und ist streng genommen ein Pseudogetreide

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Er gehört zu den kohlehydratreichen Saaten und ist sehr fettarm.

 

 


Spitzsaat (Phalaris canariensis)

Links sieht man die Körner vom Kanariensaat oder auch Spitz-/ und Glanzsaat genannt, die in Körnermischungen zu finden sind und unten als Pflanze mit halbreifen Körnern im großen Blumentopf gewachsen.

 

Kanariensaat gehört zur Familie der Süßgräser und zu den mehlhaltigen Saaten, hat einen sehr hohen Proteingehalt, aber wenig Fett. Die Fettsäuren sollen hochwertig sein.


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Ich habe dieses Jahr (2015) neu Kanariensaatsamen ausgesät, da meine Wellensittiche Kanariensaat/ Spitzsaat lieben. Durch regelmäßiges Gießen und in die Sonne stellen, reifte die Saat relativ schnell heran und ich konnte mittlerweile alles schon verfüttern.

 

Nach anfänglichem Zögern rissen sie sich förmlich darum, die Saaten aus der Pflanze zu puhlen. Ich habe ein paar Bilder zur Veranschaulichung eingefügt.

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Knaulgras (Poaceae)

Links sieht man die Samen, die man Körnermischungen beifügen kann und unten ist die Pflanze abgebildet, die man bei uns überall auf den Wiesen finden kann. Es ist eine fettarme Wildsaat und dadurch eine willkommene Ergänzung zum Futterangebot. Es ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser.

 

Wichtig ist darauf zu achten, wenn man sie seinem Vogel anbieten möchte, dass sie nicht in der Nähe von Autoabgasen oder Hundespazierplätzen gepflückt wird.


Japanhirse (Echinochloa frumentacea)

Diese Hirse kennt man auch unter dem Namen Weizenhirse und Sawahirse. Den Namen verdankt diese Hirseart ihren Rispen, die dem Weizen ähneln. Sie hat eine sehr kurze Wachstumszeit und ist nach 45 Tagen erntereif. Bei mir hat es allerdings länger gedauert, da der Sommer nicht sehr sonnig war.

 

Die Japanhirse ist eine Zuchtform der hier überall in der Nähe von Feldern wachsenden Hühnerhirse. Diese Hühnerhirse (Bild unten links) sollte allerdings nicht gepflückt werden, denn die Maisfelder werden unkrautfrei gehalten und dafür setzen die Landwirte dort Chemikalien ein, die natürlich schädlich für unsere Wellensittiche sind. Wenn die Hühnerhirse allerdings woanders wächst, nicht in der Nähe von gut befahrenen Straßen oder Hundeplätzen, dann kann man sie sehr gerne pflücken und diese leckere Speise anbieten.

 

Oben links sieht man die Samen, die man Körnermischungen beifügen kann. Es ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser. Meine Wellensittiche lieben sie, da sie weich ist und es einfacher ist, sie zu entspelzen. Japanhirse hat einen hohen Proteingehalt und gilt als eine der wertvollsten Hirsesorten, welche man seinen Lieblingen anbieten kann.


Hafer (Avena)

Links sieht man die Haferkörner, die man in Körnermischungen vorfindet. Die Pflanze unterscheidet sich von anderen Getreidesorten durch die Form ihres Fruchtstandes. Sie ist als Rispe ausgebildet und wird diese den Wellensittichen angeboten, lieben sie es, sich mit ihr zu beschäftigen. Meine Klara liebt es, sich ein Körnchen zu holen, auf einen separaten Platz zu setzen und genüsslich über längere Zeit das letzte Quentchen des mehligen Inhalts herauszu"mümmeln".

 

Es ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser und enthält neben viel Eiweiß und Fett, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Aus diesem Grund sollen auch nicht zuviele Körner in den Futtermischungen beigemischt sein, da unsere Wellensittiche eindeutig dick macht, wenn sie zuviel davon futtern.


Mannahirse - Borstenhirse (Setaria italica)

Links sieht man die Körner der Mannahirse, die in Körnermischungen zu finden sind. Diese Hirse wächst auch an einem Kolben wie die uns Wellensittichhaltern sehr bekannte rote und gelbe Kolbenhirse und gehört somit auch zur Ordnung der Süßgräser. Sie ist nur wesentlich "haariger" und ihre Körner sind kleiner, als die der Silberhirse. Die Samen am Kolben reifen nicht gleichzeitig aus und aus diesem Grund wirkt die Hirse im frischen Zustand "bunt".

 

Mannahirse hat genau wie die anderen Hirsesorten einen hohen Mineralstoffgehalt. Sie gehört zu den kohlenhydratreichen, aber fettärmeren Samen.


Unten sieht man Bilder der Mannahirse, in noch halbreifem Zustand.

"Unkraut"samen oder Wildkräuter-/ Wildblumensamen

Wildblumenwiese (bitte anklicken, um das Bild zu vergrößern)
Wildblumenwiese (bitte anklicken, um das Bild zu vergrößern)

Unter der Bezeichnung "Unkraut"samen habe ich die oben links fotografisch festgehaltenen Samen gekauft. Besser wäre die Bezeichnung Wildkräuter-/ Wildblumensamen, da es sich dabei häufig um Wildkräuter oder Wildblumen handelt. Sie eignen sich genauso wie Knaulgras oder diverse andere Gräsersamen, die man auf ungedüngten Wiesen vom Frühling bis Sommer ernten kann, zum Strecken von Körnermischungen, damit die Wellensittiche nicht so viele ölhaltige Saaten zu sich nehmen und zu dick werden.

 

Auch diese Mischung habe ich irgendwann einmal ausgesät und heraus kamen interessante Pflanzen. Unten listete ich einen Teil als Foto auf. So manche Pflanze hätte ich dabei nicht vermutet.

Zur vergrößerten Ansicht bitte kurz anklicken!

Senegalhirse - Borstenhirse (Setaria italica)

Links sieht man die Körner der Senegalhirse, die als Körnermischungen zu finden sind. Diese Hirse wächst auch an einem Kolben wie die bekannte rote und gelbe Kolbenhirse, die man in Tiergeschäften getrocknet kaufen kann. Sie hat lange Borsten wie die Mannahirse.

 

Senegalhirse gehört zu der Familie der Süßgräser und ist eine kleinkörnige Hirsesorte, welche kohlehydrat- und mineralstoffreich ist.


Amaranth, Zurückgekrümmter (Amaranthus retroflexus)

Es handelt sich bei der Pflanze um Amaranth, eine der ältesten Nutzpflanzen, die schon von den Inkas genutzt wurde.

 

Sie hat hirseähnliche Körner, die zur Pflanzengattung der Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört und nicht zu den Getreiden. Bekannt ist uns Amaranth auch als Zierpflanze mit ihren fuchsschwanzähnlichen Samenköpfen, an denen bis zu 50 000 Samenkörner wachsen. Allerdings dauert die Reifezeit etwa 4 - 5 Monate; sie werden dann von Hand geerntet und müssen noch in der Sonne trocknen. Die Samenköpfe gibt es in gelb, weiß, rot, braun oder schwarz.

 

Leider beginnt hier schon der Herbst und meine unten abgebildete Pflanze wird ihre großen Samenköpfe sicherlich nicht mehr vollständig ausbilden können.

 

Sie hat einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen.

 

 


Die weißen Stellen auf den getrockneten Bohnen nennt man Nabelfleck.
Die weißen Stellen auf den getrockneten Bohnen nennt man Nabelfleck.

Mungbohne (Vigna radiata) - Katjang Idoe

Bei dieser sich aus ausgesäten Böhnchen gebildeten Pflanze handelt es sich um die einjährige, krautige Mungobohne, auch bekannt unter den Namen Jerusalembohne, Lunjabohne. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae oder Leguminosae).

 

Sie wächst meist aufrecht, häufig stark verzweigt und kann Wuchshöhen von 30 bis zu 150 cm erreichen. Sie hat ovale, langgestielte Blätter, die dreiteilig sind. Ihre kleinen Blüten sind weißlich oder gelb und befinden sich unterhalb der dreiteiligen Blätter am Stängel. Nach der Blüte bilden sich zumeist nur meist zwei Früchte aus, die eine zylinderförmige Form haben, rau und dunkelbraun behaart sind. Mit zunehmender Reife wechselt die Schote die Farbe von grün über braun hin zu schwarz. In jeder Schale befinden sich sechs bis zwanzig Samen - wenn sie heranreifen. Dazu benötigen sie allerdings eine Umgebungswärme von 30 - 35 °C, welche sie hier bei mir nicht mehr haben wird, da der Herbst vor der Tür steht.


Die Mungbohne enthält hochwertige Nähr-/ Mineralstoffe und Aminosäuren wie Lysin; die Keimlinge sind ballaststoff- und proteinreich. Sie kann als Kochfutter, Keim - und Quellfutter angeboten werden.

 

Nach der Reifung möchte man die harten Bohnen an die Wellensittiche verfüttern und muss diese allerdings über Nacht in Wasser einweichen, um sie dann anschließend zum Quellen zu bringen. Nach 4 - 6 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge, die dann sofort als Futter angeboten werden können.

Zur vergrößerten Ansicht bitte kurz anklicken! Die Blüten sehen fast wie Orchideen aus.

Vor Kurzem kaufte ich getrocknete Katjang Idoe (Mungbohnen), überspülte diese über mehrere Tage immer wieder mit frischem Wasser - siehe Quell- und Keimfutter -, pflanzte ein paar Böhnchen in ungedüngte Blumenerde und gab einen Teil des Mungbohnenkeimfutters heute an meine Wellensittiche. Die restlichen Böhnchen verteilte ich mittags über meinem Salat, da ein Zuviel von Quell- oder Keimfutter meine Vögel brutig machen würde.