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Ich habe dem Thema "Doppelverdrahtung" einen eigenen Unterpunkt gegeben, um damit die Wichtigkeit hervorzuheben.

 

Angriffe durch Greifvögel, Katzen, Marder.... sind nämlich keine Seltenheit. In der Regel ist man nicht immer vor der Voliere und kann die Wellensittiche durch die eigene Anwesenheit beschützen. Zum Wohle der Vögel ist Doppelverdrahtung überlebenswichtig. Sollte tatsächlich einmal ein Raubvogel gegen die Voliere fliegen in der Hoffnung sich einen kleinen Wellensittich zu holen, flattern die Vögel verständlicherweise sehr erschrocken und orientierungslos im Außenbereich herum und hängen sich dann nach einer Weile völlig erschöpft mit ihren Krallen und Schnäbeln an das Gitter. Sollte dieses nicht doppelt angebracht worden sein, kann der Greifvogel/ die Katze/ der Marder oder ein anderes Tier nun blitzschnell zupacken und es fehlen dem angegriffenen, wehrlosen Vogel schnell ein Beinchen oder mehr.

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2013

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Bei uns war gestern wieder die Katze vom Nachbarn auf Mäuse- oder Vogelfang aus und schlich durch unseren Garten. Hierbei konnte ich dieses Mal ein Beweisfoto machen von der Tatsache, dass Interesse besteht von Tieren, die man nicht einplant, wenn man eine Außenvoliere baut.

 

Die Futterstellen für Vögel ziehen natürlich auch Nager an. Einer davon hat versucht in unsere Außenvoliere zu gelangen. Diese Geschichte kann man bei Interesse hier nachlesen.

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Die nächste Katze vom Nachbargrundstück findet es höchst interessant, immer wieder um die Voliere zu schleichen, um eventuell doch noch ein Schlupfloch zu finden. Meine Wellensittiche sitzen in der Zwischenzeit ganz gemütlich in ihrer doppelt gesicherten Voliere und beobachten sehr interessiert das relativ große Tier. Sie haben gelernt, dass sie geschützt sitzen und von außen niemand hineingelangen kann - bisher war es jedenfalls so.

 

Ich rate jedem, der eine Außenvoliere bauen möchte, an die Doppelverdrahtung zu denken. Beim Hineinschauen hat man dadurch leider eine schlechtere Sicht, aber die Vögel sind geschützter. Um trotzdem eine bessere Sicht auf die Vögel zu haben, kann man von außen schwarzummantelten Volierendraht benutzen. Wichtig ist, dass der innere Draht aus Edelstahl ist. Er ist zwar teurer, jedoch für die Gesundheit der Vögel die bessere Wahl, da verzinkte Gitter häufig Zinknasen haben, an denen die neugierigen Vögel knabbern und so eine Vergiftungsgefahr besteht.

15.10.13 - Heute habe ich die oben rechts abgebildete, weiß-graue Katze wieder um die Voliere schleichen sehen. Sie strich nicht nur um diese herum, sondern saß auch lange gemütlich vor den Vögeln und verfolgte diese mit Blicken und ganz aufgeregtem Verfolgen mit dem Kopf. Das alles fand im strömenden Regen statt, der ihr jedoch nichts auszumachen schien, denn das ihr dargebotene Schauspiel - "leider" hinter doppelter Verdrahtung - war zu aufregend und spannend. Plötzlich wurde es für die Wellensittiche noch spannender, denn die Katze sprang mit einem Satz auf das Dach der Voliere und lief dort oben von links nach rechts, dabei den Kopf immer ganz nahe an der Verdrahtung! Mit ihren Tatzen versuchte sie immer schlagend einen Vogel zu erwischen, was ihr natürlich nicht gelingen konnte.

 

Das Schauspiel hätte ich sehr gerne auf einem Foto festgehalten, jedoch reichte mein Öffnen der Terrassentür und schwupps sprang die flinke Katze vom Dach und rettete sich vor mir. Sie wusste natürlich genau, dass sie etwas Verbotenes getan hatte. Sicherlich hat dieses Schauspiel für die Katze schon des Öfteren stattgefunden und auch für meine Wellensittiche schien es nichts Neues zu sein, jedoch ICH habe den Feind der Vögel zum allerersten Mal auf dem Dach der Voliere erlebt und der Schreck saß mir noch länger in allen Glieder. Glücklicherweise habe ich an die Doppelverdrahtung gedacht beim Bau.

04. November 2013 - Die Außenvoliere wird immer interessanter AUCH für fremde Vögel. Dieses Mal startete ein Greifvogel Angriffe auf die Behausung meiner Wellensittiche. Ich schaute vorhin in den verregneten Garten und sah mit Entsetzen, dass ein Sperber auf unserem Kirschbaum saß mit Blick auf die Voliere. Immer wieder flog er auf, landete zwischendurch oben auf der Plexiglasabdeckung des Daches und flog wieder hoch, aber nur um gegen die Gitter mit gestreckten Krallen zu fliegen. Einige meiner Kostbarkeiten blieben einfach auf ihren Schaukeln sitzen, andere flogen wie magnetisch von dem Gitter angezogen, dagegen und klammerten sich fest. Lavender fand vor Schreck keinen Ast, sondern landete mit ihren Füßchen auf dem Boden, wo sie auch verdattert sitzen blieb, bis ich sie mit meinen Händen ins Schutzhaus trug. Hätte ich keine Doppelverdrahtung, wäre es um die Füßchen des einen oder anderen Wellensittichs geschehen. Einige meiner Vögel flogen in das Schutzhaus - andere wiederum reagierten richtig panisch und Lavender landete vor Schreck sogar auf dem Volierenboden, wo sie ermattet sitzen blieb.

 

Ich habe mal gelesen, dass die Doppelverdrahtung zwar vor direkten Verletzungen schützt, jedoch können sich die kleinen Charakterköpfe zu Tode erschrecken oder bei ihren schnellen Flügen gegen die Volierenwand prallen und einen Schädelbruch erleiden.

 

Natürlich nahm ich meine Kamera zur Hand und versuchte durch die Fensterscheibe ein Foto zu machen, doch leider wurde es unscharf. Nachdem ich die Tür zur Terrasse geöffnet hatte, flog der Sperber auf die nahen Felder - ich kann mir vorstellen, dass dieses nicht der letzte Besuch von ihm war. ...

 

Die kleinen Kostbarkeiten dort draußen habe ich natürlich besucht und glücklicherweise feststellen können, das niemand verletzt ist.

Kommentare zu obigem Thema:

04. November 2013, 16.42 - Wolf: Falls jemand einen Tipp oder eine Idee hat, damit Greifvögel unserer Voliere lieber fernbleiben, schalte ich für eine Weile die Kommentarbox frei.

05. November 2013, 13.15 - Ingrid: Hallo Angelika. Habe soeben gelesen, was sich bei der Vogelvoliere ereignet hat. Gut,dass die Doppelverdrahtung vorhanden war. Ich kenne deine Lieblinge, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und bin gespannt, ob der Sperber noch einmal kommen wird. Liebe Grüsse

05. November 2013, 14.53 - Wolf: Hallöchen und herzlichen Dank für dein Interesse. Ich bin auch auf den heutigen Tag gespannt und stehe immer wieder vor dem Wohnzimmerfenster, um das Umfeld der Voliere zu beobachten. Vielleicht kommt der Sperber ja - wie gestern auch - erst zur Dämmerung. Ich werde dir berichten!

05. November 2013, 18.51 - Marion: Hallo Angelika, danke für diesen Bericht. Er zeigt uns, dass wir beim geplanten Bau einer Außenvoliere doch sehr auf solche "Feinheiten" achten müssen. Wie gut, dass ihr das alles bedacht habt! Deine Wellis begegnen den Katzen ja inzwischen mit viel Gelassenheit. Aber der Sperber war sicher doch ein großer Schreck für deine süßen Federbällchen. Vielleicht setzt du als Abschreckung einen Plastikvogel in Lebensgröße aufs Dach der Voliere. Meine Tochter hat sich so einen mal im Raiffeisenmarkt gekauft. )

05. November 2013, 20.12 - Wolf: Liebe Marion, ich danke auch dir ganz herzlich für dein Interesse und freue mich schon darauf, wenn ihr euren Außenvolierenbau startet und ich mir dann eure Lieblinge draußen anschauen kann. Ja, der Sperber war schon eine Herausforderung für meine Kostbarkeiten und solch einen Plastikvogel werde ich wohl auch wieder oben aufstellen - Sahra schlug es mir auch schon vor. Ich hatte ja eine Weile sogar 2 Vögel auf dem Volierendach montiert, jedoch fühlten sich Wildvögel trotz alledem nicht abgeschreckt durch diese immer an der selben Stelle "wartenden" Vögel. Ich nannte sie die "Wächter der Voliere" (http://www.wellisonline.de/aussenvoliere/bildergalerie-vom-bau/ - etwas nach unten scrollen) Vielleicht setze ich auch eine sich bewegende Fahne o. ä. auf das Dach. Mal schau'n! Heute war übrigens vollkommene Ruhe um die Voliere und kein Sperber schaute vorbei. Meine Wellensittiche erfreuten sich draußen wie immer am Regen und badeten an der Doppelverdrahtung, die ich jedem empfehlen werde, der sich eine Voliere für seine Lieblinge in den Garten setzen möchte.

2014

16. Februar 2014 - Der Sperber war erneut auf der Voliere!!! Ich stand vorhin am Wohnzimmerfenster und freute mich darüber, dass die Krokusse so früh blühen und es überall zu sprießen beginnt, obwohl wir erst Mitte Februar haben. Meine Lieblingsjahreszeit naht mit großen Schritten! Beim Blick zur Voliere wurde ich sofort hellwach, schnappte mir meine Kamera und versuchte mich versteckt zu halten.... doch der Sperber hatte mich mit seinen Argusaugen schon erblickt und flog vondannen. Meine Wellensittiche saßen ganz verschreckt teilweise auf dem Boden, teilweise waren sie ins Schutzhaus geflogen. Wer weiß wie lange der Raubvogel meine Vögel schon beobachtet hatte? Wieder einmal stellte es sich als positiv heraus, dass meine Voliere doppelt verdrahtet ist. Jetzt im Winter habe ich  auch noch Plexiglas zum Schutz vor dem Wind montiert  - der Greifvogel hatte sowieso keine Chance... allerdings zeigt es mir, dass er die Wellensittiche ganz genau im Blick hat.

23. Mai 2014 - Heute blickte ich aus der ersten Etage unseres Hauses gedankenverloren in den Garten zur Außenvoliere und freute mich über den angenehmen Regenguß.... genauso wie meine Wellensittiche. Dabei bemerkte ich wieder einmal die Katze vom Nachbarn, die sich vor ihren "Heimkino" gemütlich auf den Rasen setzte und gespannt das Treiben beobachtete. Der Kopf ging aufgeregt von links nach rechts und die Vögel zeigten kaum eine Reaktion. Sie kannten das Spiel wohl schon. DOCH plötzlich - ohne erkennbare Vorankündigung - sprang die Katze gegen das Gitter und kletterte noch etwas nach oben. Da kam richtig Bewegung in die Bande und man zog sich galant in den Schutzraum zurück. Die Katze ließ frustriert von der doppelten Vergitterung ab, plumpste zu Boden und zog von dannen. Sicherlich war dieses nicht ihr letzter Besuch.

 

Mit meinem 400er Teleobjektiv habe ich durch das Fenster 3 Beweisfotos geschossen.

 

2015

29. Mai 2015 - Spannung, Spannung, Spannung! Seit einiger Zeit entdeckte ich vor und hinter meiner Außenvoliere immer wieder Kot, den ich nicht richtig zuordnen konnte. Zunächst tippte ich auf eine Ratte, da ich auf dem Lande lebe, auch in der Nähe eines größeren Gewässers und diese Tiere dort gut vertreten sind.

 

Heute allerdings entdeckte ich auf einer Ackerfläche, die direkt hinter meiner Außenvoliere liegt einen großen, ausgewachsenen Iltis. Leider stand ich am Badezimmerfenster und dieses trennte meine Fotolinse von einem klaren Foto. Trotzdem freute ich mich, dass ich dieses Exemplar tagsüber sichten und fotografisch festhalten konnte.

 

Im Internet schaute ich mir Vergleichsbilder des Kotes eines Iltis und einer Ratte an und komme nun zu dem Schluß, dass der Iltis wohl schon öfter nachts in unserem Garten gewesen sein muss. Verraten und nun erkannt anhand der Kotspuren.

 

Ein Iltis gehört zur Ordnung der Raubtiere und zur Familie der Marder (Mustelidae). "Meiner" ist ein Europäischer Iltis (Mustela putorius) und lebt gerne an Waldrändern oder auch in der Nähe von Feuchtgebieten. Bei uns hat er also ein ideales Zuhause gefunden. Im Winter sucht er sehr gerne Dachböden und Scheunen als Übernachtungsmöglichkeit auf. Er ernährt sich wohl hauptsächlich von Kleinsäugern, Fischen und Vögeln. Dadurch, dass er gerne Mäuse und Ratten jagt, welche sich durch den vergangenen milden Winter gut vermehrt haben, ist er auch ein nützliches Tier, jedoch bei Vögeln werde ich natürlich hellhörig und auch ängstlich. Bisher ist bei meinen Wellensittichen nichts für mich Erkennbares passiert, keine Grabungen haben stattgefunden, obwohl der Iltis sehr gerne Löcher von 30 - 50 cm gräbt. Durch die Doppelverdrahtung, auch der Boden der Voliere ist zusätzlich verdrahtet, kommt er nicht an meine Vögel heran. Aufmerksam auf meine Wellis muss er aber schon geworden sein, denn seinen Kot fand ich in letzter Zeit verstärkt außerhalb der Voliere auf der Rasenfläche. Zur Markierung seines Reviers und bei Gefahr kann er seine Analdrüse nutzen wie ein Stinktier. Durch die Möglichkeit seinen "Duft" zu versprühen trägt er auch den Namen Stinkmarder. Glücklicherweise hat er diese abschreckende Waffe hier noch nicht genutzt. Hoffentlich bleibt dieses auch so.

Kommentare zu obigem Thema:

29. Mai 2015, 16.42 - Wolf: Für eine Weile schalte ich wieder einmal die Kommentarfunktion frei.

30. Mai 2015, 12.00 - Dirk: HU HU Angelika, das ist aber spannend. Du weißt ja, dass ich vor Jahren einen Iltis aus einer Hundebeißerei retten konnte. Meine Frage wäre nun, könnte es nicht ein entlaufendes Frettchen sein? Wildtiere sind in der Regel sehr scheue Tiere, und diese Art ist dämmerungsaktiv. Was nicht ausschließt, dass es nicht ein wilder Kollege sein könnte. Einige Zuchtformen des Frettchens legen sich nahe an den Urvater an. Jedoch sind bei genauem Hinschauen immer kleine Unstimmigkeiten zu erkennen. Das geht natürlich nur mit perfekten Bildern, also dann leg dich mal auf die Lauer. Außerdem dürfte dann eine Verwilderung das Tieres vorliegen, soll heißen, dass hier wildtierspezifisches Verhalten nicht so stark ausgeprägt sind. Nur so nebenbei, der Iltis gehört zu dem jagdbaren Wild, fällt also unter dem Jagdrecht. lg. DIRK.

30. Mai 2015, 18.16 - Wolf:Lieber Dirk, danke für dein Interesse. Ja, ich erinnere mich an deine Rettungsaktion vom Iltis, den eine Dogge geschnappt hatte und ja, es könnte natürlich auch ein entlaufenes Frettchen sein. Vor einigen Jahren sah ich schon einmal einen Iltis .. sogar bei uns auf der Straße. Er huschte in der Dämmerung in den Garten eines Nachbarn. Frettchen stammen ja durch Züchtung und Zähmung in der Gefangenschaft vom Waldiltis ab. Die Frettchen, die ich bisher gesehen habe, schienen alle irgendwie zarter zu sein, als das von mir gesichtete Exemplar. Es wirkte auch sehr scheu und vorsichtig am frühen Morgen und war leider ziemlich schnell wieder verschwunden. Aus diesem Grund tippe ich auf einen Iltis. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich ihn so schnell wiedersehen werde, aber natürlich werde ich meine Augen offen halten und hoffentlich bei der nächsten Sichtung die Kamera dabei haben.

01. Juni 2015 - Update zu diesem Thema: Ich habe letzte Nacht eine Überwachungskamera in der Nähe des "Kacking-Points" aufgestellt und tatsächlich das Tier erwischt. Es war und ist ganz unspektakulär.... eine RATTE. Sie sitzt am unteren Rand des bewegten Bildes, k..... und putzt sich. Danach verschwindet sie wieder.

 

Das Ganze passiert direkt vor unserem tagsüber sehr gerne genutzten Sitzplatz. Ich werde heute Nacht nochmals die Kamera installieren und bin gespannt, ob das Tierchen tatsächlich wieder erscheinen wird. Das Ganze findet direkt vor der Wellensittichvoliere statt. Diese befinden sich nachts allerdings im sicheren Schutzhaus und bekommen von dem Treiben dort draußen gar nichts mit.

 

Den Iltis sah ich bisher nicht mehr.

2016

24. Mai 2016 - Irgendwann fanden wir wieder einmal Rattenkot in unserem Garten und wollten den Urhebern auf die Spur kommen. Der Rasen war an einigen Stellen aufgewühlt, als hätte ein kräftiges Tier nach etwas gesucht und dafür tiefere Löcher in den Boden gegraben. Mich erinnerte es etwas an wühlende Wildschweinspuren in "klein". Dafür installierten wir über mehrere Tage eine Nachtsichtkamera in unserem Garten - in der Nähe unseres Teiches, der Wellensittichvoliere, in einem Gebüsch, wo ich den Kot entdeckt hatte und wurde fast jede Nacht fündig!

 

Unten sieht man den Zusammenschnitt der nächtlichen Aufzeichnungen. Wenn ich diese Kamera nicht hätte, wüsste ich gar nicht, was so alles nachts im Garten herumläuft. Beachtet auch die Uhrzeiten..