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Aloha, auch genannt "Lady Sunshine"

2 Jahre und 9 Monate
2 Jahre und 9 Monate

 

Weibchen/ Standard

geschl.  02.02.2011/ Einzug: 24.11.13

gest. 28.09.2015

 

Farbschlag:  Opalin, TCB (Texas Clearbody = Hellbauch), ineinanderlaufendes gelb/ hellgrün (in blau spaltend)

 

Erklärung ihres Farbschlags: Die Körperfarbe ist bei einem TCB gemäß der jeweiligen Grundfarbe stark aufgehellt. Bei Aloha ist es ein ineinanderlaufendes kräfiges gelb-hellgrün. Die Farbe fließt kräftig gelb vom Gesicht über den Körper bis hin zu hellgrün am Bauch. Der Texas Clearbody (TCB) wirkt durch seine schwarzgraue Wellenzeichnung und dem aufgehellten Körper sehr kontrastreich. Zwischen den Flügeln oberhalb der Schwanzfedern (Bürzel) sieht man ihre Körperfarbe am Intensivsten; da Aloha  der Grünreihe angehört, ist sie dort textmarkergrün. Ihre Schwanzfedern sind dunkelblau, Füße und Beine fleischfarben bis hellgrau und ihre Augen sind schwarz mit hellem Irisring. Sie hat viele schwarze Kehltupfen und violette Wangenflecken. Mit Opalin ist die V-förmig fehlende Zeichnung zwischen Schultern und Flügeln gemeint. Typisch für Opaline ist eine Aufhellung am äußeren Flügelbereich. 

 

 

 

 

 

Aloha ist ein wunderschöner Wellensittich, den ich ganz spontan bei einer befreundeten Wellensittichliebhaberin "mitgenommen" habe, um in meiner Außenvoliere für Geschlechtergleichstand zu sorgen. Sie wurde abgegeben, da sie farblich nicht in die Wunschfarbenzucht dieser Züchterin passt. Aloha ist ein gesunder Standard-Wellensittich, mit einem Gewicht von 51 g, der nun bei meinen Kostbarkeiten das Gefüge neu durchmischt.

 

Den Namen Aloha habe ich übernommen. Er kommt ursprünglich aus der hawaiianischen Sprache und hat unterschiedliche Bedeutungen. Zunächst ist es ein Willkommens-/ oder auch Abschiedsgruß, man kann ihn allerdings auch verwenden z. B. für Mitgefühl, Freundlichkeit, Güte, Anmut. Aloha sieht aus wie die intensive, helle Sonne Hawaiis, kräftig gebaut wie einige gemütliche Hawaiianer, freundlich und anmutig in ihrem Wesen. Den Zusatz "Lady Sunshine" bekommt sie von mir verliehen, da sie wirklich auffallend leuchtend gelb in der Farbe ist.

 

Bei der Züchterin vor Ort sah ich, neben den ausgewachsenen Tieren, sehr niedliche kleine Jungvögel, die wie kleine, lebende Gummibärchen aussehen. Unvorstellbar, dass daraus in kürzester Zeit solch farbenprächtige Vögel wachsen.

Bei Alohas Einzug und in der darauf folgenden Nacht in der Küche, hat sie nur einmal ganz kurz gepiepst und saß, zwar interessiert schauend, aber ansonsten still in ihrem Transportkäfig.

 

Sie zeigt sich im Moment als ruhige Henne, die abwartend im Schutzhaus sitzt, welches ich für ihren Einzug mollig warm geschaltet habe, denn sie kommt aus einer Wohnungshaltung. Zwar lebte sie bisher dort in einer wunderbar großen Voliere, jedoch eben mit Zimmertemperatur. Ich werde Aloha nun langsam an die Außentemperatur gewöhnen und die Wärme des Frostwächters Woche für Woche immer wieder weiter herunterschalten. Fürs Erste sitzt sie in der Nähe des wärmenden Frostwächters, der ihr die notwendige Wärme gibt. Auf dem Bild rechts sieht man sie kurz nach ihrem Einzug in das Schutzhaus und man erkennt ihre Unsicherheit vor dem vielen Neuen, z. B an ihren hängenden Flügeln. Man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und mit ihr kuscheln.

 

Witzig ist wieder einmal, dass die Hähne, welche sonst sehr forsch die Hennen bedrängen, alle ordentlich aufgereiht im Außenbereich sitzen und immer mal zum Einflugloch fliegen, um zu schauen, ob diese große hellgrüne Henne tatsächlich immer noch dort "herumlungert". Nach diesem "riskanten" Blick hinein in die gute, warme Stube fliegen sie dann wieder weg, um sich quatschend auszutauschen.

 

Im Laufe des Tages wurden die Hähne immer mutiger und trauten sich irgendwann doch wieder in das Schutzhaus, wo sie dann auch mit gehörigem Abstand Platz nahmen und entspannten. Sobald Aloha allerdings in ihre Richtung schaute, drückten sie ihre Rücken durch, spannten ihre Muskeln an und hofften, dass sie schnell wieder wegschaut. *lach

Gedanken zum Einzug von Aloha

26. November 2013 - Die erste Nacht draußen hat Aloha nun hinter sich und den Temperaturunterschied sicherlich nicht bemerkt, da ich den Frostwächter so eingestellt habe, dass es im Schutzraum 18 °C warm ist. Gestern konnte ich nicht beobachten, dass sie frisst und so machte ich mir dementsprechende Sorgen. Also schabte ich heute Morgen Möhren und hatte auch schon Keimfutter angesetzt, welches ich untermengte, um es draußen anzubieten. Mit halbreifer Hirse bewaffnet und normalem Körnerfutter ausgestattet, besuchte ich nun meine Kostbarkeiten.

 

Die neue, große, goldene Schönheit fiel fast von der Stange vor Glück, als sie die Schüsseln entdeckte. Flugs machte sie sich auf und vertilgte einiges. Nun ist sie angekommen, denn auch den Weg nach draußen fand sie schon. Hinein fand sie nur dadurch, dass ich ihr die große Eingangstür öffnete, durch die sie dann mit einem kleinen misstrauischen Blick auf mich, die an der geöffneten Tür stehen geblieben war, flog. Ich hätte sehr gerne, dass sie im Moment mehr Zeit drinnen verbringt, wo es mollig warm ist.

Aloha sitzt schon viel entspannter.
Aloha sitzt schon viel entspannter.

29. November 2013 - Die neue, goldene Kostbarkeit ist sehr zurückhaltend. Nur wenn es ums Futtern geht, kommt sie aus sich heraus und zeigt auch schon mal, dass sie tatsächlich eine fordernde Henne sein kann. Sie wirkt groß durch ihr buffiges Gefieder, welches sie am Kopf häufig aufstellt. Der Kopf wirkt breiter, runder, als bei "Hansi-Bubis" und sogar breiter, als bei Galadriel, die ja auch ein Standardweibchen ist.

 

Aloha hat schöne, dunkle, große Augen, welche nicht unter dem dichten Federschmuck versteckt sind wie bei vielen Standardwellensittichen. Sie kann damit wunderbar schauen und sie scheinen immer fragend zu blicken, vielleicht in der Hoffnung, einen alten Kumpel wiederzufinden. So eine Eingewöhnung in einer Gruppe ist sicherlich nicht ganz einfach und dazu kommt noch die Umstellung auf eine Außenvoliere, zwar mit warmem Schutzraum, aber doch mitten in der Natur im Gegensatz zu ihrem früheren Leben.

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05. Dezember 2013 - Eigentlich gibt es über Aloha nicht viel Neues zu berichten. Ich beobachte sie da draußen immer noch mit Argusaugen, da sie ja aus einer Wohnungshaltung kommt und nun bei den heftiger werdenden Temperaturen draußen in meiner Außenvoliere lebt. Ein Sturm namens Xaver ist gemeldet und bringt neben sehr stürmischen Winden auch Kälte mit. Im Schutzhaus sind es um die 18 °C, da ich den Frostwächter für ihren Einzug höher eingestellt habe. Sie soll wenigstens temperaturmäßig einen einfachen Einzug haben.

 

Trotz des heftiges Windes fliegen die Kostbarkeiten draußen herum und scheinen sich wohl zu fühlen. Der Wind zieht nicht so kräftig durch die Außenvoliere, da große Plexiglasscheiben das Schlimmste abhalten können. Es hört sich eventuell seltsam an, aber ich habe im Moment die Kloake von Aloha im Blick, da dort durch sich verändernden Kot, z. B. durch eine Erkältung, am Schnellsten zu erkennen wäre, wenn sie erkrankt. Ein aktuelles Bild füge ich ein. Alles ist im sauberen, trockenen Bereich; sie wird immer munterer und zeigt sehr genau, was sie möchte!

06. Dezember 2013 - Aloha verliert immer mehr die Scheu vor den neuen Freunden und Freundinnen. Sie mischt gerne mit.... vor allen Dingen, wenn es um das Futter geht. Da benimmt sie sich, als wäre sie schon immer bei mir gewesen und ist sogar handzahmer, als Emily oder Nymphi. Sobald sie halbreife Hirse auf meiner Hand entdeckt, gibt es kein Halten mehr. Witzigerweise ist meistens Galadriel auch nicht weit, tatsächlich so, als hätte diese die Neue immer im Blick.

2014

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03. Januar 2014 - Aloha ist übrigens genauso verfressen wie Galadriel. Sie verlässt ihre bequeme Schaukel für halbreife Hirse sehr gerne, um diese aus meiner Hand zu futtern. Letztens kam sie wieder angeflogen, landete auf meiner Hand und fraß ohne Pause... Nach einer ganzen Weile wunderte ich mich, da es so sehr ruhig wurde und ich versuchte ihr in die Augen zu schauen, doch das war nicht möglich, weil Aloha schlief. Sie war tatsächlich auf meiner Hand beim Futtern eingeschlafen und fühlte sich richtig schwer und entspannt an. Ist das nicht niedlich? Ich ließ sie schlafen und genoß den "kleinen" neuen Vogel auf meiner Hand.

 

Eigentlich sitzt sie immer noch häufiger abseits, doch das ist von ihr so gewollt. Sie betrachtet alles wohl lieber aus einiger Entfernung und entscheidet dann in aller Ruhe, was sie als nächstes so anstellen könnte. Wenn sich z. B. der aufdringliche Picasso, der immer nur an "das Eine" denkt, ihr nähert, hackt sie ihn schon mal laut meckernd weg, doch an manchen Tagen lässt sie auch seine oder Frédériques Nähe zu... und Fréderique scheint ganz verrückt nach ihr zu sein. Allerdings muss das nicht unbedingt etwas heißen, denn er war ja auch schon hinter Galadriel oder Klara her.

Im Regen wird sie richtig munter, legt sich mit ihrem wunderschönen Gefieder an das nasse Gitter und "aalt" sich regelrecht im Nass. Leider kam ich mit meinem Fotoapparat etwas zu spät hinzu und konnte dann nur noch ihr Abhängen auf einem Ast festhalten.

Turnübungen

Zwei, die sich gefunden haben...

So ist das mit der Liebe....

Hier war sie kurz vor dem Anflug auf mein Objektiv
Hier war sie kurz vor dem Anflug auf mein Objektiv

24. Mai 2014 - Aloha ist ein ganz besonderer Wellensittich. Sie ist ein Standardwellensittich und hat weniger Temperament, als die kleineren Hansi Bubis. Wenn sie allerdings das Gefühl hat es lohnt sich, sich einzusetzen, dann ist sie nicht zu halten. Gestern war wieder so ein Tag! Ich hatte meine Wellensittiche mit dem Fotoapparat besucht und ihnen halbreife Silberhirse mitgebracht. Diese hing ich überall verteilt in dem Aussenbereich auf, damit die Vögel fliegend unterwegs sein müssen, um sich ihr Futter zu erarbeiten.

 

Die süße Aloha bemerkte natürlich nichts davon, denn sie hielt sich ruhend im Schutzraum auf. Meine restliche 10köpfige Crew war schon eifrig damit beschäftigt, jedes einzelne saftige, milchige Körnchen für sich zu beanspruchen, als nun auch Aloha merkte, was da draußen vor sich ging. Also machte auch sie sich auf den Weg und bemerkte freudig überrascht, dass ihr Lieblingsfutter draußen nur auf SIE wartete... okay, die restlichen 10 mußten halt noch vertrieben werden, aber was soll es.... Dann sah sie, dass ich auch noch da war und zwar bewaffnet mit einem großen schwarzen Gerät mit langem Objektiv. Dies machte sie neugierig, sie drehte sich in meine Richtung, schaute kurz und dann, so dachte ich, kümmerte sie sich um die nur auf sie wartende Hirse. Aber falsch gedacht!!! Sie sprang förmlich auf mein Objektiv und untersuchte es vorsichtig. Schaute mir kurz in die Augen, drehte wieder ab, flog zur Hirse und scheuchte die restlichen Wellis durch ihre körperliche Präsenz weg, indem sie ihnen einfach sehr aufdringlich auf die Federn rückte und auch auf diese draufsprang und futterte glücklich los.

Zum Vergrößern das Bild bitte kurz anklicken!
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26. Mai 2014 - Heute besuchte ich meine "Bande" wieder und bekam zunächst einen Schrecken, da Aloha ruhig neben der Futterstelle saß und ich zunächst natürlich dachte, dass sie krank ist. In der nächsten Sekunde allerdings war sie schon wieder auf den Beinen, setzte sich an den Rand der Stelle, wackelte etwas mit ihrem Hinterteil und erleichterte sich. Danach wurde ich, bzw der Fotoapparat beäugt, heute mal für nicht so interessant befunden und dann machte sie sich auf den Weg zu ihrem Frédérique.

 

Mir ist bei beiden Standardwellensittichen Aloha und Galadriel aufgefallen, dass sie sehr gerne Brettchen nutzen, um sich "abzulegen". Sie müssen sicherlich ihre größeren Körper, welche von den zarten Ständern getragen werden müssen, entlasten. Ich war bisher nur die quirligeren, kleinen, zarten Hansi Bubis gewöhnt und kannte diese Angewohnheit nicht. Obwohl seit Januar 2013 nun schon die Standardwellensittichweibchen Galadriel bei meinen Kostbarkeiten wohnt und ich mich eigentlich schon daran gewöhnt haben sollte, so ist es mir immer noch fremd. Es sieht natürlich niedlich aus, doch wenn ich überlege warum sie es voraussichtlich tun, tun sie mir sehr leid. Ich kann ihnen nur helfen, indem ich genug Plätze anbiete, wo sie sich gemütlich ausruhen können.

08. Dez. 2014 - Heute Morgen ging ich wie täglich in das Schutzhaus, um den Ausflug für die Vögel wieder zu öffnen, sodaß sie in den Außenbereich fliegen können, um zu toben und die Sonne oder auch den Regen zu genießen. Ich tauschte das Trinkgefäß gegen ein Neues mit frischem Wasser aus und befüllte die Futterschale neu. Einmal in der Woche - jeden Montag - tausche ich den Bodengrund des Schutzhauses gegen neues Heu aus. Es duftet dann immer herrlich und die Wellensittiche scheinen es zu lieben, denn sie begeben sich sehr gerne auf den Boden, tragen das Heu herum oder spielen dort mit den auf dem Boden liegenden Bällen.

 

Üblicherweise sitzen Aloha und ihr Frédérique dabei und beobachten mich. Die anderen 9 fliegen in der Regel sofort nach draußen, als würden sie dort etwas verpassen. Heute vertrieben die beiden sich ihre "Wartezeit" bis ich dann endlich fertig war, damit, daß sie sich miteinander beschäftigten. Die beiden sind ein wirklich herzerfrischendes, sehr verliebtes Paar und ich finde es immer unglaublich wie sehr sie aneinander hängen. Seht selbst!

28. September 2015 - Es war heute nach dem Mittagessen. Bei schönstem Wetter ging ich zu meinen Wellensittichen und wollte etwas mit ihnen zusammen sein und quatschen. Wie ich ja schon öfter berichtet habe, schaue ich als Erstes auf den Boden, wenn ich die Tür zur Schutzhütte öffne, in der Hoffnung dort keinen verletzten oder gar toten Wellensittich vorzufinden.


Gestern schon war mir aufgefallen, dass Aloha, als ich die Hühner-/ Mannahirse anbot, etwas kraftloser wirkte beim Anflug auf den leckeren Futterteller. Sie schaffte es zunächst nicht, die Flughöhe zu halten und landete auf dem heubedeckten Boden. Dort ruhte sie sich kurz aus und startete dann durch, um sich zu laben. Sie gab sich wie immer und futterte leidenschaftlich, flirtete und kuschelte hinterher mit ihrem geliebten Freund Frédérique. Die Kloake war sauber und auch kein Würgen oder Ähnliches, was auf eine Erkrankung hätte hindeuten können, bemerkte ich. Lediglich diese gestern gezeigte Flugschwäche und ihr in der Regel zurückgezogenes Wesen hätte man so deuten können, dass sie evtl. Herzprobleme hat und aus diesem Grund ihren Körper schont, da zuviel Bewegung zu anstrengend ist. Vielleicht ist sie auch das Opfer einer Überzüchtung und ihr kleiner Körper hat es nicht länger ausgehalten. Ich weiß es nicht...

Liebe Aloha!

Ich fand dich heute auf dem Boden im Heu liegend vor, als ich mittags die Schutzhütte öffnete. Du hattest einen Flügel ausgestreckt, warst schon kalt und deine Äuglein waren nicht geschlossen. Was mag wohl passiert sein? Welcher deiner Wellensittichfreunde war Zeuge von dem Geschehnis? Und wie fühlt sich nun dein armer Frédérique? Ihr ward ein unglaublich enges Pärchen, welches sich kaum aus den Augen ließ und immer, immer kuschelte. Eventuell habt ihr euch gewärmt und ich hätte es als Zeichen einer Erkrankung deuten müssen?

Nun ist es vorbei mit der großen, großen Liebe zwischen dir und deinem geliebten Frédérique.


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