Lavender

Weibchen

geschl.. Juni 2008

gest. 19. Dezember 2013

 

 

Farbschlag: normal weiß, mit grau überhaucht

 

 

Erklärung ihres Farbschlags: Die Körperfarbe dieses Wellensittichs ist normal weiß mit einem leichten Anflug der Grundfarbe grau. Die Wellenzeichnung und die Kehltupfen sind blaßgrau, wirken auch manchmal hellblau, Wangenflecken dunkelblau/ violett

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lavender hat einen sehr, sehr lieben, sanftmütigen Charakter. Allerdings war sie dem Menschen gegenüber immer ein scheuer Vogel, solange sie im Zimmer in einem Käfig mit ihren Freunden/ Freundinnen lebte. Seit sie in unserer Aussenvoliere lebt, ist sie sehr zutraulich und hält sich gerne in meiner Nähe auf.

 

Ihren Wellensittichkumpeln und -kumpelinnen gegenüber war sie immer schon sehr aufgeschlossen. Seit sie hier bei uns lebt, hatte sie bereits zwei feste Liebesbeziehungen, in der die Männchen sie sehr hingebungsvoll liebten. Zum einen war es Dumbledore, der dann vom eifersüchtigen Sunny vertrieben wurde. Eine kurze Zeit war sie glücklich mit Emily, die sie nicht durch Zudringlichkeit belästigt, sondern immer abwartend neben ihr sitzt und auf Zärtlichkeiten hofft.

 

Leider hat L. seit einiger Zeit 2 Lipome. Ich versuchte sie auf Diät zu setzen, doch ihr damaliger Partner Sunny hielt dagegen. Er fütterte sie in der gemeinsamen Zeit kugelrund.

 

Diesen Gewichtsproblemen versuchte ich, mit unterschiedlichsten Methoden Herr zu werden.

 

Emily und Lavender verstehen sich immer noch prima, doch seit dem Einzug in die Außenvoliere interessiert sich Emily für Jacob und Lavender für Klara, manchmal aber auch für Nymphi.

 

Nach dem Einzug von Picasso sind die beiden ein Herz und eine Seele.

19. Dezember 2013 - Heute Morgen war noch alles wie immer. Ich ging in die Voliere und schaute zuerst auf den Boden, um bloß niemanden dort unten vorzufinden, denn das ist immer meine Angst. Glücklich, dass sie alle auf den Ästen sitzen, schaute ich nach oben und begrüßte sie. Danach verrichtete ich meine allmorgendlichen Tätigkeiten: Säubern des Bodens der Innenvoliere mit Hilfe eines Siebes, damit der Sand wieder frei ist vom Welli-Kot, Abwischen der Innenflächen mit einem nassen Tuch, Entleeren des Futtertellers und Neubefüllen und noch einiges mehr.... Dabei quatsche ich immer mit den Kostbarkeiten und sie warten eigentlich nur darauf, dass ich den Ausflug wieder öffne, damit sie nach draußen können und sind ganz befreit, wenn ich das Plexiglas, welches sie von der Außenwelt abschirmt zur Seite schiebe. Anschließend bin ich dann wieder weg und lasse sie ihr "freies" Leben leben.


Irgendwie war ich heute unruhig. Unsere Klara ist ja seit einem Monat erkrankt und sitzt alleine bei uns im Haus. Ich überlege immer hin und her, wer sie denn unterstützen könnte bis zum Frühling. Dabei fiel mir Lavender ein, mit der Klara ja eine Weile so gut klar gekommen ist. Klar, Lavender ist sehr eng mit Picasso zusammen, doch der Tunichtgut, kümmert sich im Moment sehr stark um Galadriel und auch Aloha gefällt ihm sehr gut. Er hatte Lavender in letzter Zeit etwas "links liegen gelassen", obwohl er sehr eifersüchtig war, wenn sich ein anderer Hahn (Nymphi oder Sam) sich ihr näherten. Vielleicht hat Picasso ja auch schon gespürt, dass Lavender nicht mehr lange leben wird und er hat sich aus diesem Grund schon einer anderen Henne zugewandt.


In meinen Überlegungen war ich kurz davor, Lavender ins Haus zu holen, um sie zu Klara zu setzen, damit diese nicht mehr so alleine ist. Vielleicht wäre ja auch beiden geholfen gewesen, Klara, weil sie dann nicht mehr alleine im Haus sitzt und Lavender, weil sie im Haus zur Ruhe gekommen wäre, da Picasso ständig puscheln (treten) möchte und sie es dann mitmacht wie damals bei Sunny. Als ich dann nachmittags meine Gedanken in die Tat umsetzen wollte, lag Lavender leblos im Außenbereich der Voliere. Zuerst dachte ich, dass sie sich gleich wieder berappeln wird und auffliegt, um in der Nähe von Picasso zu sein. Doch NEIN!! Sie lag tot auf dem Kies. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ich weiß nicht, was passiert ist. Hat es einen Kampf gegeben? Zeichen dafür gab es allerdings keine. Oder hat ihr Herzchen einfach aufgehört zu schlagen? Sie hat ja einiges mitgemacht in ihrem Leben. Die volle Wahrheit werde ich nie erfahren.

Liebe Lavender, ich hoffe, dir geht es dort gut, wo du dich aufhältst! Du hast nun endlich deine Ruhe. Du warst eine sehr interessante Henne mit vielen, vielen Geschichten, extrem begehrenswert in den Augen einiger Wellensittichhähne... und auch wir mochten deine sehr spezielle Art.


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