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Galadriel, auch genannt "Madame de Pompadour"

5 Wochen alt
5 Wochen alt

Weibchen/ Standard

geschl.  23.01.2012/ Einzug: 26.01.13

gest.     02.08.2016

 

Farbschlag:  Opalin, TCB (Texas Clearbody = Hellbauch) , ineinanderlaufendes Weiß-Flieder-Violett

 

Erklärung ihres Farbschlags: Die Körperfarbe ist bei einem TCB gemäß der jeweiligen Grundfarbe stark aufgehellt. Bei Galadriel ist es ein ineinanderlaufendes Weiß-Flieder-Violett. Sie fließt hell vom Gesicht, fliederfarben über den Körper bis hin zu violett am Bauch. Der Texas Clearbody (TCB) wirkt durch seine schwarzgraue Wellenzeichnung und den aufgehellten Körper sehr kontrastreich. Zwischen den Flügeln oberhalb der Schwanzfedern (Bürzel) sieht man ihre Körperfarbe am Intensivsten; da sie der Blaureihe angehört, ist sie dort pastellblau. Ihre Schwanzfedern sind dunkelblau, Füße und Beine fleischfarben bis hellgrau und ihre Augen sind schwarz mit hellem Irisring. Sie hat viele schwarze Kehltupfen und violette Wangenflecken. Mit Opalin ist die V-förmig fehlende Zeichnung zwischen Schultern und Flügeln gemeint. Typisch für Opaline ist eine Aufhellung am äußeren Flügelbereich. 

 

Galadriels Charakter wurde als verspielt, lieb, gesellig, munter, futterzahm und zugänglich beschrieben und dieses kann ich jetzt schon bestätigen. Sie saß, um zu futtern, schon häufig auf meiner Hand und ließ sich auch von niemandem meiner Bande vertreiben. Da sie von ihrer Gestalt her - sie ist meine erste Standardhenne - groß gewachsen ist und ein wunderschönes, kristallklares Federkleid hat, wollte ich ihr ursprünglich den Namen der Riesin Fenja - einer nordischen Sagengestalt - geben. Allerdings ist Galadriel ein "sportliches" Standardweibchen, also nicht so groß wie andere Standards. Der ursprüngliche Grund der Namensnennung ist nicht mehr gegeben. Da sie so edel aussieht wie die Elbenkönigin Galadriel, der Herrin von Lothlórien aus dem "Herrn der Ringe", habe ich sie kurzentschlossen von Stella in Galadriel umgetauft.

 

Diese wunderschöne junge Dame sollte eigentlich bei einem befreundeten Züchter zur Brut angesetzt werden. Da sie jedoch Frischfutter nicht gut verträgt, d. h. sie davon leider weicheren Kot bekommt und diese Veranlagung voraussichtlich weitervererben würde, ist sie zur Zucht nicht geeignet. Von einem vogelkundigen Tierarzt wurde sie gründlich untersucht und als gesund entlassen.

 

 

 

Hier sieht man die Vogelmutter Hermine, welche mit vollem Einsatz fütterte. Sie hatte stets den Kopf sehr verklebt und die Besitzer reinigten ihr - wenn nötig - fürsorglich das Gefieder um die Augen. Hermine war/ ist wohl eine sehr liebe Mutter, die ungern den Nistkasten verläßt. Zur Säuberung von diesem muss es allerdings schon für kurze Zeit ab und zu sein.

 

Das Bild oben und das Bild links wurden mir vom Vorbesitzer zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

 

Irgendwo dort in dem nackten Babyhaufen lag auch Galadriel. Durch die liebevolle Aufzucht ihrer Vogelmama ist sie zu einer stattlichen Dame herangereift und sieht wunderschön aus. Da sie viel Abwechslung, Kontakt und Freiflug braucht, darf sie mit meinen Kostbarkeiten zusammen einfach nur ihr Leben bei uns leben und hoffentlich genießen.

 

Ich bin sehr gespannt darauf, wie es ihr hier nach einer Eingewöhnungszeit gefällt. Galadriel ist mein jüngster und gleichzeitig größter Wellensittich, da ich vor ihr noch nie einen Standard-Wellensittich besaß. Ich freue mich schon darauf, ihren Charakter näher kennenzulernen.

 

Bisher lebte sie in einer 7,50 m langen Flugvoliere mit vielen, wunderschönen Wellensittichen und einer großen Auswahl an Männchen. Diese Riesenauswahl hat sie hier natürlich nicht mehr. Gespannt bin ich darauf wie sie sich einlebt, und wer ihr Favorit sein wird. In ihrem alten Zuhause wurde sie liebevoll gepflegt und umsorgt, aber daran wird es ihr hier bei mir auch nicht mangeln.

26.01.13 - Juchuh!!! Galadriel, ehemals Stella, ist nun in ihrem neuen Zuhause gelandet. Nach einer Autofahrt in einem kleinen, warm eingepackten Transportkäfig über eine eisige, verschneite Autobahn ist sie nun in ihrem neuen Zuhause gelandet. Leider kann ich ihr nicht erklären, was mit ihr weiterhin passiert. Sie muss nun ein paar Tage bei uns im Haus darauf warten, dass es draußen etwas wärmer wird, damit sie in die Außenvoliere zu ihren neuen Kumpels und Kumpelinnen darf. Da sie die letzten 2 Wochen im Haus gehalten wurde zur Beobachtung und um ihren weichen Kot in den Griff zu bekommen, ist sie der kalten Aussentemperaturen etwas entwöhnt.

 

Bis dahin lebte sie in einer für die Haltung von Wellensittichen luxuriös ausgestatteten Garage mit einem Bereich, welcher nicht überdacht ist und hätte eigentlich auch im Winter nach draußen übersiedeln können, denn sie kannte die kalten Temperaturen. Nun muss sie noch etwas warten.

 

Bevor man einen neu erworbenen Wellensittich in eine vorhandene Gruppe entlässt, sollte der Vogel immer von einem vogelkundigen Tierarzt, das ist ein Tierarzt mit einer Spezialausbildung, untersucht werden. Galadriel wurde von seinem vorherigen Besitzer bereits bei einem vk Tierarzt vorgestellt und aufgrund ihres weicheren Kotes untersucht und behandelt. Aus diesem Grund saß sie nun separiert und kann leider erst, wenn das Wetter es zulässt, ohne dass sich meine Vögel durch eventuell vorhandene Bakterien oder Viren anstecken könnten, zu meinen 9 Kostbarkeiten.

 

Wenn ein neuer Wellensittich in eine bestehende Gruppe entlassen wird, kommt natürlich für beide Seiten Stress auf. Dieser Stress kann positiv sein, da er Abwechslung in den Alltag bringt; dieser Stress kann allerdings auch negativ für einen Vogel der bestehenden Gruppe sein, wenn durch die Anspannung vorhandene, bisher versteckte Unsicherheiten in der Gesundheit dadurch zum Ausbruch gelangen. Ich werde alles aufmerksam beobachten und freue mich auf die gemeinsame Zeit mit Galadriel. Herzlich Willkommen!

27.01.13 - Heute morgen begrüßte Galadriel uns mit ihrer wunderschönen Stimme. Diese hat, vielleicht wegen ihres größeren Körpers, einen dunkleren, volleren Klang. Uns gefällt sie! Zu dieser Stimme hörten wir scharrende Laute, immer wieder unterbrochen von wildem Geflatter! Sie wollte unbedingt hinaus zu den anderen Wellensittichen, welche sie hörte. Immer wieder scharrte sie mit ihren Füßen. Es wirkte auf mich wie ein Versuch, sich irgendwie aus dem Käfig zu buddeln, danach lief sie hin und her in dem Käfig. Also ging ich nach draußen zu meinen Alteingesessenen und drehte den Temperaturregler des Frostwächters höher. Nach einer kurzen Weile überprüfte ich das 


Thermometer im Schutzhaus und es zeigte + 11 °C. Draußen hat es zu regnen begonnen und der größte Teil des Schnees ist schon weggetaut.

 

Ich umwickelte den Käfig mit einem Handtuch und trat mit ihr den Weg nach draußen an. Dort stellte ich den Käfig auf die Ablage und wartete auf ihren Ausflug. Der erfolgte fast sofort und mit ihm der fast sturzartige Ausflug meiner restlichen Crew aus dem Schutzhaus. Die kleinen Feiglinge wollten dann plötzlich doch lieber draußen im Regen sitzen und mit ganz langen Hälsen in Richtung Einflugloch starren. Galadriel flog leider öfter gegen die Plexiglastür und verschnaufte dann immer wieder auf dem Klettergerüst. Natürlich markierte ich die durchsichtige Scheibe daraufhin sofort mit Papierschnitzeln.

Neugierig sind sie dann ja doch - die Herrschaften, die bisher hier regierten. Also kamen sie mit langen Hälsen, um zu überprüfen, ob der große Vogel immer noch in der Schutzhütte seine Runden dreht. Man machte sich so schmal wie nötig/ möglich und blieb einfach sitzen, ohne sich zu bewegen. Doch ein Hüpfer von Galadriel in ihre Richtung brachte schon wieder große Aufregung mit sich. Ich bin gespannt wie schnell sie sich aneinander gewöhnen werden.

30.01.13 - Die "kleine" Galadriel ist der Knaller. Total zahm! Sie kam schon gestern einfach so auf die Hand - nicht wegen Futter, einfach so, weil sie 'ne neugierige kleine Maus ist. Sie beobachtet alles ganz genau und da Klara und Lavender immer sofort zu mir fliegen, wenn ich in die Voliere gehe, macht sie dieses im Moment auch nach. Sie schaut und untersucht meine Haare aufs Genaueste, dann geht es auf meine Schulter und - ganz wichtig - Taschenkontrolle. Bisher hatte ich immer halbreife Hirse dabei, vielleicht suchte sie diese ja bei mir. Unten auf dem Bild ist sie gerade im Anflug auf das Objektiv meines Fotoapparats, auf dem sie dann kurze Zeit sitzen blieb.

 

Damit sie diese Anhänglichkeit und Furchtlosigkeit behält, werde ich weiterhin täglich einfach in die Voliere gehen, mich unter meine Vögel mischen und mit ihnen sprechen. Eigentlich reichte das bisher schon, um sie zutraulich zu machen. Besonders dank Klara, die neuen Vögeln zeigt, dass sie keine Angst zu haben brauchen, wurde bisher jeder Wellensittich, den ich hielt, zutraulich. Der Eine mehr, der Andere natürlich weniger - es hat halt jeder Wellensittich einen anderen Charakter. Wichtig finde ich, dass man sich ihnen nicht aufdrängelt und sie von alleine kommen lässt. Merkt der Wellensittich dann, dass ihm nichts passiert und er auch wieder wegfliegen darf, wenn er es dann möchte, so kommt er umso lieber und lässt sich beschmusen.

 

Ich freu mich auf die gemeinsame Zeit mit Galadriel, da sie kontaktfreudig und Neuem gegenüber aufgeschlossen ist. Mittlerweile ist sie mitten im Schwarm, sucht allerdings noch Anschluß, denn da sind meine Bangbüxen doch ziemlich "spießig". Man bleibt erst einmal unter sich und schaut lieber aus der Ferne mit langem Hals nach der schönen Neuen.

02.02.13 - Galadriel fordert durch ihr ungewöhnliches Äußeres geradezu eine Spitznamensgebung heraus. Für mich passt der Name der aus dem Rokoko stammenden "Madame de Pompadour" sehr gut zu ihr. Diese Madame (geb. 29.12.1721 in Paris; gest. 15.04.1764 in Versailles) gab in der damaligen Zeit in der Modewelt Frankreichs und darüber hinaus den Ton an. Sie war die Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. Damals trugen die Damen der wohlhabenden Schicht weite, bodenlange Röcke mit Untergestellen, dem Panier oder auch "Hühnerkorb". Wichtig war auch eine schmale Taille (damals durch ein Korsett erreicht) und ein tiefer Ausschnitt. Man trug in der damaligen Zeit wenig Schmuck, sondern ganz viele kleine Schleifen - im Haar, auf den Kleidern. Auch Galadriel trägt wenig Schmuck, nur einen kleinen Ring am Fuß - in ROT, zum Gedenken an das Wangenrot der damaligen Zeit. Diese Zeit des Rokoko galt als verspielt und genau diese Eigenschaft ist Galadriel eigen.

 

Wichtig war den gut betuchten Damen der damaligen Zeit der blasse Teint und als Kontrast die rotgeschminkten Wangen - passt zu Galadriel, nur sie empfindet rote Wangen als zu aufdringlich und bevorzugt tiefblaue Wangenflecken. Der blasse Teint kommt bei ihrem weißen Gesicht sehr gut heraus. Sogar der sogenannte „Mouche“, ein kleiner Schönheitsfleck zum Aufkleben, ist bei ihr vorhanden. Allerdings nicht so dezent und einfach, nein, sie hat davon eine ganze Reihe im blassen Gesicht und fällt damit bei meinen bisherigen Kostbarkeiten auf. Schlußendlich trägt sie auf ihrem Haupt grau/ weiße Federn, die in der Zeit des Rokoko unverzichtbar waren. Um diese zu erreichen, bestäubte man die eigenen Haare mit Reismehl oder setzte sich einen Perücke auf. Galadriel hat schon seit ihrer Geburt die weiß/ grauen Federn - und die nicht nur auf dem Kopf.

 

Ihr Kosename ist nun hier im Hause: Madame de Pompadour

Auf der rechten Seite findet ihr bei Interesse eine kleine PowerPoint Präsentation zu Galadriels Spitznamenserklärung! Viel Vergnügen!

"Madame de Pompadour"
Galadriel, als PowerPoint.wmv
Windows Media Video Format 14.8 MB

Februar 2013 - Wie ich oben schon schrieb, wurde Galadriel nur abgegeben, da sie Frischfutter nicht gut verträgt, d. h. sie davon leider weicheren Kot bekommt und diese Veranlagung voraussichtlich weitervererben würde. Aus diesem Grund ist sie zur Zucht nicht geeignet. Hier bei den Kostbarkeiten habe ich mir zu dem Thema Frischfutter Gedanken gemacht und kann sehr gut nachvollziehen, was der Tierarzt gesagt hat - nämlich, dass der Organismus von diesen Vögeln gar nicht auf Gemüse/ Obst ausgelegt ist, denn in freier Wildbahn nehmen sie vor allen Dingen Sämereien auf und wir Menschen nur das Gefühl haben, den Tieren damit etwas Gutes zu tun. 

 

So habe ich ihr hier in ihrem neuen Zuhause selbst zusammengestelltes Futter, bestehend aus roter Hirse, Senegalhirse, Japanhirse, Marokkohirse, Silberhirse, Mohairhirse, Platahirse angeboten. Zusätzlich mische ich auch noch Knaulgras darunter, um das Ganze zu strecken. Ab und zu gebe ich halbreife Hirse, die sie aber auch in freier Wildbahn finden könnte. Selten bot ich bisher Basilikumblätter an, da meine übrigen Wellensittiche es lieben und die Mme natürlich auch.  

 

Hoffnungsvoll dachte ich anfangs tatsächlich, dass Galadriel nun keinen weichen Kot mehr bekommen kann, da sie hier keinerlei Obst/ Gemüse angeboten bekommt. Doch weit gefehlt! Der Stuhlgang wechselt immer wieder zwischen weicher und normal, doch hoffe ich für sie, dass sich alles einpendelt und sich nichts entzündet.

 

Ich hatte schon einmal einen Wellensittich, der immer wieder diesen weicheren Kot zeigte. Auch sie wurde von einem vogelkundigen Tierarzt gründlich auf Viren, Bakterien untersucht und als gesund entlassen. Leider starb dieser Vogel früh.

Natürlich behalte ich ihr Gewicht im Auge. Gelesen und gehört habe ich immer wieder, dass Standardwellensittiche zwischen 55 g +/ - 5 g wiegen sollten. Das heißt, dass Galadriel zuviel wiegt. Sie ist eine Wellensittichhenne, die sich erfolgreich bemüht immer die Erste am Futtertrog zu sein. Sie liebt es, sich um jedes Körnchen zu kloppen. Danach macht sie sehr gerne ausgiebige Pausen auf einem Brettchen und verteidigt dieses gegen jeden, der sich auch einmal dort entspannen möchte. Wenn sie meinen Finger anstrebt, um dort Körner zu picken oder weil sie neugierig ist, merke ich ihr Gewicht - im Gegensatz zu den Leichtgewichten der Hansi-Bubis (40 g +/ - 5 g), schon.

 

Allerdings kann ich sagen, dass sie nach ihren Pausen, die sie liebt, auch munter unterwegs ist und gerne fliegt. Sie fällt auf gar keinen Fall durch Herumsitzen wie z. B. Aloha es tat, auf, ist immer ziemlich aktiv unterwegs.

Das ist MEIN Platz!
Das ist MEIN Platz!

15. November 2013 - Da Galadriel leider immer noch Probleme mit ihrem weichen Kot hat, habe ich sie heute kurzentschlossen eingefangen, in einen kleinen Tranportkäfig gesetzt und mit ins Haus genommen. Dort ließ ich im Badezimmer das Rollo herunter und zog mir dunkle Lederhandschuhe an, damit sie meine Hände nicht mit etwas Unangenehmen in Verbindung bringt. Beim Herausholen aus dem kleinen Käfig zeigte sich Madame de Pompadour wieder einmal sehr erfindungsreich. Sie merkte sehr schnell, dass ich sie nur greifen kann, wenn sie sich unter meiner Hand befindet - also hüpfte sie kurzentschlossen AUF diese und bewegte sich auch nicht mehr weg. Ich hatte meine Mühe das Vögelchen zu packen. Als ich es endlich geschafft hatte, meckerte sie lautstark und zeigte deutlich, dass sie viel lieber etwas Anderes machen wollte. Unter dem lauwarmen Wasser, welches ihr die Kloake reinigte, wurde sie ruhig und es schien ihr angenehm zu sein. Damit ich sie nicht ganz so tropfnass wieder nach draußen setzen muss, nahm ich ein Handtuch und saugte damit die schlimmste Nässe weg. Sie ließ es geschehen...

 

Wieder draußen - noch vor der Voliere - fing sie schon an zu schreien, hoffte auf Antwort und diese kam vielfach aus dem Schutzhaus, wo ich sie dann auf dem Drahtgeflecht über dem Frostwächter absetzte. Dort kann sie sich nun trocken föhnen. Übrigens habe ich sie kurz gewogen und ihr aktuelles Gewicht beträgt 64 g.

05. Dezember 2013 - Galadriel ist immer für eine Überraschung gut. Sie ist ein witziger Vogel, der gründlich alle Ecken des Schutzhauses und des Außenbereiches untersucht und immer wieder etwas Neues entdeckt. Zuletzt war es ja ein kleiner Raum hinter dem Frostwächter (siehe Bildergeschichte) gewesen, in den sie sich quetschte.

 

Heute ging ich bei dem stürmischen Wetter nach draußen und wollte bei den Kostbarkeiten nach dem Rechten schauen. Kein Wellensittich befand sich draußen. Alle saßen drinnen im gemütlich angewärmten Schutzhaus und waren beschäftigt mit Schmusen, Futtern, Füttern, Zanken, Knabbern, wo man nicht knabbern sollte und und und.

 

Ich wollte schon beruhigt das Häuschen verlassen, um den Ausflug nach draußen zu schließen, damit nicht einer meiner Wellensittiche, wenn er wieder nach draußen fliegen möchte, durch den heftigen Wind gegen die Wand geschleudert wird, als ich mich daran erinnerte, dass ich irgendwann im letzten Jahr Nymphi mal ausgesperrt hatte. Das durfte nicht wieder passieren und so zählte ich gründlich nach. Eigentlich hätte ich auf 11 Vögel kommen müssen, da Klara ja bei mir im Haus sitzt. Ich kam aber immer wieder nur auf 10 Wellensittiche. Oh Schreck, wo ist der Elfte und wer ist es? Galadriel fehlte!! Ich schaute innen nach, ich schaute außen nach.... nichts! Kann es sein, dass sie sich ganz nach draußen befreit hat? Vielleicht ein Löchlein ins Holz geschabt, welches ich bisher noch nicht bemerkt hatte? Ich suchte weiter und fand sie einfach nicht. Das darf doch wohl nicht wahr sein?!!

 

Wißt ihr, wo sie war? Im Schutzhaus oberhalb der Lamellensitze, ganz nach hinten an die Wand zwischen Tür und Befestigung der Lamellen gedrückt und beobachtete mich wohl schon eine Weile. Man sieht sie nur, wenn man auf der anderen Seite innerhalb des Hauses steht unter den höchsten Ästen, wo sich meine Wellensittiche sehr gerne aufhalten. Natürlich ist sie nun dort für mich auch nicht mehr "unsichtbar".

11. Dezember 2013 - Galadriel hat sich ein Männchen ausgeguckt! Es soll der grüne Frédérique sein und er scheint interessiert. Unsere geliebte Klara, die ja eigentlich der Favorit von F. ist, erkrankte vor ungefähr einem Monat schwer und sitzt im Krankenkäfig im Haus. So hat Mme. de Pompadour freie Bahn und diese nutzt sie voll aus. Sie lässt sich umschwirren und wirft F. tiefe Blicke zu. Die beiden verstehen sich gut und ich bin gespannt wie es weitergeht.

2014

Federmilben

25. Februar 2014 - Eine ganze Weile habe ich mich mit dem Thema: "das Gefieder des Wellensittichs"  beschäftigt. Da mein zweites Hobby neben den Wellensittichen die Fotografie ist, versuchte ich mit meinem Makroobjektiv die jeweiligen, im Text beschriebenen Federn möglichst nah abzulichten und fügte sie dann im Text ein.

 

Außenhaltung hat auf jeden Fall auch ihre Schattenseiten!! Zum Beispiel der indirekte Kontakt zu Wildvögeln! Galadriel befindet sich im Moment in der Mauser und so finde ich immer wieder Federn aus ihrem Großgefieder. Natürlich lege ich sie sporadisch unter mein Makroobjektiv, um eventuell ein noch besseres, detaillierteres Foto hinzubekommen. Dabei bekam ich dieses Mal einen Schrecken: ich entdeckte auf den Federästen, welche direkt am Federschaft anliegen, aufgereiht wie eine Perlenkette....... Eier von Federmilben. Diese Federmilben gehören zu den Ektoparasiten. Als Mensch braucht man keine Angst zu haben, dass die Tierchen sich auch auf unseren Körpern wohl fühlen. Die Eier kleben unscheinbar und ordentlich an den größeren Federn und warten auf das große Schlüpfen, um sich dann vermutlich von Hautschuppen und Federteilen zu ernähren. Liegt ein starker Befall vor, wundert man sich zunächst über das löchrige, zerfaserte Federkleid seines Wellensittichs.

 

Ich schnappte mir also Galadriel, der man es äußerlich überhaupt nicht ansieht, dass sie befallen ist und verfuhr mit ihrem Gefieder wie es mir ein Züchter erklärt hatte. Da diese Ektoparasiten sich vor allen Dingen auf der Innenseite der Flügel und auch am Bürzel, den Schwanzfedern aufhalten, puderte ich sie mit einem speziellen Insektizidpulver zur Parasiten- und Ungezieferbekämpfung gründlich ein, hielt sie mit der linken Hand fest und arbeitete das Puder anschließend weich mit den Fingern ein, damit es auch unter die Federn gelangen kann.  Sie ließ es über sich ergehen, war aber sehr froh, als ich meine Hände wieder öffnete und sie wieder in den Freiflug entlassen war. Nach ungefähr 10 Tagen muss sie diese Prozedur nochmals über sich ergehen lassen.

 

Da sich diese Tierchen über Körperkontakt von einem Tier auf das nächste verbreiten, muss ich wohl oder übel alle elf Vögel einpudern, um die Ansteckungskette zu unterbrechen. Ganz wichtig ist es, dass Gesichtchen mit seinen Augen und Schnabel nicht mit dem Puder zu berühren.

Zum Lesen des Textes Bilder bitte kurz anklicken!

2016

12. Februar 2016 - Gegen Abend bekam ich einen gehörigen Schrecken. Ich ging wie gewohnt bei Einbruch der Dunkelheit zur Außenvoliere und wollte den Ausflug schließen, damit die Feuchtigkeit und die Kälte der Nacht nicht in den Schutzraum zieht. Meine Wellensittiche sollen dort gemütlich warm ihre Nachtruhe verbringen, um am nächsten Morgen wieder gestärkt die Außenwelt erkunden zu können. Nachdem ich den Ausflug geschlossen habe, gehe ich immer in das Schutzhaus und kontrolliere nochmals die Wellensittiche auf Vollzähligkeit. Einmal war es mir am Anfang meiner Außenvolierenhaltung passiert, daß ich Nymphi übersehen hatte und er die Nacht einsam außerhalb des Schutzhauses verbringen mußte, da ich den Ausflug geschlossen hatte, bevor er ins warme Schutzhaus übergewechselt war.

 

Heute waren alle 9 Kostbarkeiten bereits im Schutzhaus versammelt, doch ich bekam trotzdem einen großen Schrecken.... Galadriel hatte oberhalb der Wachshaut und auch auf dieser..... Blut!! Solche Verletzungen sehen in der Regel furchtbarer aus, als es in Wirklichkeit ist, da sich das Blut durch die Federn auffällig verteilen kann. Höchstwahrscheinlich gab es eine kleine "Schlägerei" um das beste Plätzchen oder das beste Körnchen oder oder oder Dabei wird sie verletzt worden sein. Bei Queeny (Bei Interesse bis zum Thema "Wilde Klopperei um Queeny" scrollen, nachdem man auf "Queeny" geklickt hat.) hatte ich so etwas auch schon einmal erlebt und war mit ihr zum vogelkundigen Tierarzt gefahren. Diese beruhigte mich damals sofort, lachte und erklärte, daß das bei Wellensittichen schon einmal passieren kann im Eifer des Gefechtes.

 

Wirklich nachvollziehen kann ich natürlich nicht, was in der Voliere passiert ist, da ich nicht die ganze Zeit dabei sein kann und dieses ist ein Nachteil in der Außenvolierenhaltung.

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13. Februar 2016 - Galadriel hat heute ihren Tag damit verbracht, sich ihr Köpfchen zu schubbern. Zunächst versuchte sie ihren geliebten Picasso dazu zu bewegen, ihr das Gesichtsgefieder zu reinigen. Er sollte dabei genauso sorgfältig sein, wie damals Angelo bei seiner Queeny. Diese hatte es dadurch erheblich leichter, sich von dem "klebrigen Zeugs" zu befreien.

 

Doch Galadriel  wußte sich selbst zu helfen und schubberte und schubberte - auf der bequemen Schaukel sitzend - ihr Köpfchen und das getrocknete Blut platzte von den Federn, sodaß sie nun schon wieder viel besser aussieht.

 

Allerdings half ihr Picasso auch etwas dabei und das tat dem kleinen Herzchen der Mme de Pompadour sehr gut.

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08. Mai 2016 - Seit gestern gefällt mir die liebe Galadriel nicht mehr. Damit meine ich natürlich nicht das Optische, sondern ihre körperliche Konstitution. Sie hängt sehr viel ab und liegt dabei auf allen Brettchen, die sie finden kann. Das hat sie zwar schon immer sehr gerne getan - wie man auf dem Foto oben vom Februar 2013 sehen kann - doch tat sie es damals nicht mit solcher Ausdauer. Auch auf Ästen liegt sie mehr, als das sie sitzt.

 

Im Augenblick haben wir erstaunlich warmes Wetter, womit wir nach der kalten Periode davor nicht gerechnet hatten. Ich habe gehört, dass durch diese unerwarteten Temperaturen Wellensittiche, die sowieso irgendwie "angeschlagen" sind, sehr empfindlich darauf reagieren können. So wird es wohl bei Galadriel sein, welche immer schon ein Problem mit ihrer Verdauung hatte und empfindlich auf Frischkost, die sie hier nur in Form von halbreifen Hirsen oder Gräsern kennt, reagierte. Ich biete kein Obst und auch kein oder ganz selten Gemüse (Möhren/ Salatgurke) an.

 

Zur Erinnerung zitiere ich mich vom Februar 2013: "... Diese wunderschöne junge Dame sollte eigentlich bei einem befreundeten Züchter zur Brut angesetzt werden. Da sie jedoch Frischfutter nicht gut verträgt, d. h. sie davon leider weicheren Kot bekommt und diese Veranlagung voraussichtlich weitervererben würde, ist sie zur Zucht nicht geeignet. Von einem vogelkundigen Tierarzt wurde sie gründlich untersucht und als gesund entlassen....."

 

Könnte sich nun ihre Schwäche zeigen? Wie wird es mit ihr weitergehen? Zu ihrer Unterstützung gebe ich ihr das homöopathisch wirkende Mittel Berberis D 4 (Berberitze/ Sauerdorn - Berberin hat antiseptische und anti-kanzerogene Eigenschaften) für die Niere und Okoubaka D 3 (pulverisierte Rinde eines westafrikanischen Baumes - wird zum Entgiften eingesetzt) Schon bei Emily (bis zum 18. August 2015 scrollen) zeigten diese Mittel große Wirkung. Die vogelkundige Tierärztin hatte es empfohlen.

10. Mai 2016 - In den Pausen hängt Galadriel weiterhin ab, dazwischen ist sie allerdings munter unterwegs. Sie schnäbelt auch weiterhin mit ihrem Partner Picasso. Meine Wellensittiche wirken im Allgemeinen im Augenblick ziemlich müde. Ob es an dem zunächst kalten, dann plötzlich schönen Wetter lag und nun ist es leicht schwülwarm? Mittags wirken alle etwas matt.

11. Mai 2016 - Das Wetter hier ist ziemlich schwülwarm und ich hoffe für meine Wellensittiche, dass es bald regnet. Zur Abkühlung habe ich mit dem Wasserschlauch Regen imitiert und die Wellensittichweibchen ließen es sich gut gehen. Davor allerdings lag Galadriel wieder im Außenbereich auf ihrer Holzplatte, bewacht von ihrem Partner Picasso, dem es übrigens wieder gut zu gehen scheint und von Sam.

Die liebe Galadriel mit ihrem Freund Picasso! Ihr gelähmtes Füßchen befindet sich auf der anderen Seite...
Die liebe Galadriel mit ihrem Freund Picasso! Ihr gelähmtes Füßchen befindet sich auf der anderen Seite...

01. August 2016 - Leider, leider hat sich die Situation (bei Interesse nachzulesen ab 08. Mai 2016) für Galadriel nicht verbessert.

 

Sie fliegt zwar noch ausgezeichnet zur Futterstelle, zu ihrem Schlafplatz und zu ihren Freunden, doch die Landung klappt nicht mehr wirklich gut.

 

Nach meinem 2wöchigen Urlaub musste ich feststellen, dass sie zwar zum Futter fliegt, dieses dann jedoch nur noch liegend aufnimmt, da sie auf einem ihrer Ständer kaum noch stehen kann. Um sich abzustützen und die Balance zu halten, benutzt sie sogar einen Flügel, welcher sich auf der Seite des Ständers befindet, den sie fast nur noch hinterherzieht. Es sieht leider nach Quälerei aus und sie hat sicherlich Schmerzen.

 

Ich vermute, dass Galadriel an Polyurie leidet, da ihr Urinanteil sehr flüssig und die Kloake stark verschmiert ist. Es könnte sich bei ihr um geschwollene Nieren handeln, die auf die Nervenbahnen drücken und sie evtl. abquetschen. Dadurch kann Galadriel einen ihrer Ständer nicht mehr belasten und lässt ihn hängen.

 

Ich werde mit Galadriel zum vogelkundigen Tierarzt fahren und um Unterstützung bitten. Sie braucht dringend ein Schmerzmittel.

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02. August 2016 - Als ich morgens zum Füttern in die Voliere ging, sahen mich wie täglich 9 Wellensittichaugenpaare an in Erwartung der leckeren Körnchen. Ich ging meinen üblichen Säuberungsarbeiten nach, sprach ein paar Worte mit meinen kleinen Freunden und überließ sie wieder sich selbst.

 

Mittags besuchte ich sie kurz und mir blutete das Herz beim Anblick von Galadriel, welche zwar gut fliegen kann, jedoch beim Landen große Schwierigkeiten hatte, sich festzuhalten. Wie ich ja schon gestern geschrieben habe, kann sie sich nur noch mit einem Füßchen festhalten, denn das andere hängt "nutzlos" nach

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unten. Auch die Kloake war voll flüssigem Urin und die Federn bis zum Bauch verschmiert. Heute wollte ich sie der vogelkundigen Tierärztin vorstellen, sie untersuchen lassen und um Unterstützung bitten, da ich Polyurie vermute mit geschwollenen Nieren, die die Nerven zum Bein abklemmen.

 

Leider kam es nicht mehr dazu, denn nachdem ich kurze Zeit später wieder in die Voliere ging, lag sie schon auf dem Boden und rührte sich nicht mehr. Sie war über die Regenbogenbrücke geflogen. Ich habe sie noch einmal gewogen, da ich wissen wollte, ob sie in letzter Zeit ausreichend  Futter aufgenommen hatte. Sie wog 51 g.

 

Die beiden Bilder oben zeigen sie kurz vor ihrem Tod. Auf dem linken Bild sitzt sie unsicher auf einem Füßchen, das andere hängt herab. Sie hatte sich kurz vor dem Foto noch mit dem linken Flügel abgestützt, um Halt zu bekommen. Auf dem rechten Bild sieht man das Ausmaß des flüssigen Urins und ihren Anflug auf den Ast, welcher nur klappte, da sie mit ihrem Köpfchen auf dem darüberliegenden Ast die Balance hielt und es dort ablegen konnte. Es war erschreckend und die Zeit des Wartens bis zum Tierarztbesuch am Abend dehnte sich für mich. Das der Tod allerdings so dicht hinter ihr stand, konnte ich nur befürchten.

Liebe Galadriel!

Du hast es nun geschafft! Leider hast du viel zu früh deine Freunde und Freundinnen verlassen. Mit deinen 4 1/2 Jahren warst du noch ein junger Hüpfer mit immer aussergewöhnlichen Ideen. Durch deine besondere Art hast du mich zu vielen Geschichtchen verleitet, die ich fotografisch festgehalten habe und mit "deinen" Gedanken versah. So warst du für mich durch dein ungewöhnliches Äusseres die Mme. de Pompadour, das Topmodel oder auch die Fastpäpstin und vieles mehr. Du wirst mir immer als besonders neugieriger, futterbegeisterter Wellensittich in Erinnerung bleiben. Nun hoffe ich für deinen Freund und Begleiter Picasso, dass er nicht zu sehr leidet und dich sucht.

Mach es gut, meine kleine Freundin.... du hast nun ausgelitten.


Gewichtsentwicklung auf einen Blick

Galadriel, gen. Mme de Pompadour
2013
27.08. 69 g
15.11. 64 g
31.12. 66 g
2014
18.02. 69 g
01.05. 61 g
14.12. 62 g
2015
28.10. 71 g
23.12. 68 g
2016
25.01. 53 g

04.02.

57 g

15.07.

51 g

02.08.

51 g

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