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Emma

 

 

Weibchen

geschl. Dez 2014/ Einzug: 30. Juni 2020

 

Farbschlag: hellgrün, zimt

 

Erklärung des Farbschlags:  Emma ist hellgrün, ihr Gesicht ist reingelb und klar vom übrigen Körper abgegrenzt. Im unteren Teil ihres Gesichtes hat sie viele große, dunkle, zimtfarbene Kehltupfen. Ihre Wangenflecken sind dunkelblau. Ihre Körperunterseite sowie ihre Bürzelgegend ist hellgrün. Auf ihrem Kopf, Rücken und Flügeln findet man zimtfarbene Wellenzeichnung. Am Ende der Flügel allerdings endet die Zeichnung und geht in ein klares, helles Gelb über. Auch auf ihrem Kopf befindet sich ein gelber Fleck (Grundfarbe).

Tja, es ist tatsächlich wieder einmal passiert! Eigentlich habe ich Aufnahmestopp, da ich die Wellensittichhaltung nach und nach in den nächsten Jahren beenden will, weil mich die vielen unterschiedlichsten Krankheiten dieser wundervollen Vögel frustrieren und mir die Abschiede sehr weh tun.

 

Vor ein paar Tagen ist die Liebste von Gandalf verstorben und er ist doch solch ein fürsorglicher Wellensittichmann. Ich mußte ihm einfach wieder jemanden organisieren und hoffe, dass die beiden harmonieren. Es gab hier nur noch ein Pärchen - es sind Picasso und Frieda - und 2 männliche, den 10jährigen Sam und den 8jährigen Witwer Gandalf. Die Frage war.... soll ich meine Wellensittiche nun abgeben... sollen sie sich langweilen... oder hole ich noch weibliche, ältere Verstärkung ins Haus? Ich habe wieder einmal gehandelt und nun gibt es hier dieses 5 1/2jährige Weibchen, welches noch einmal von vorne anfangen muß. Die Umgebung ist eine völlig Neue und auch die Welligesellschaft will erkundet werden.

 

Ich holte sie von einem Züchter, welcher viele Wellensittiche in kleinen Boxen hält und stolz darauf zu sein scheint, dass er einmal Sieger bei irgendeinem Wettbewerb mit seinen Wellensittichen war. Er hatte auch noch eine Freiflugvoliere, jedoch war diese vollbesetzt und nicht nur mit Wellensittichen. Der Züchter gab ihr noch einen Spot-On-Tropfen eines Milbenmittels in den Nacken und auch auf ein Füßchen. In 3 - 4 Wochen werde ich es wiederholen müssen.

 

Heute muß Emma erst einmal vom vogelkundigen Tierarzt abgecheckt werden, und wenn das Ergebnis okay ist, dann darf sie endlich zu meinen Kostbarkeiten. Hoffentlich gefällt es ihr bei uns und natürlich meiner Mannschaft.

02. Juli 2020 - Gestern bei der Tierärztin saß sie sehr ruhig da und wartete ab. Sie scheint sowieso Meisterin im Abwarten zu sein, denn eigentlich hat sie seit vorgestern nur gesessen und abgewartet.. auf keinen Fall randaliert, wie so mancher Neuzugang, der erst den Tierarztcheck abwarten mußte, bevor er in die Freiheit entlassen wurde. Der Kot wurde untersucht und ist schimmelpilzfrei und ohne Würmer. Auch die Kropfuntersuchung war unauffällig.

 

Ich weiß nicht, ob Emma viel geflogen ist in ihrem bisherigen Leben, denn sie flog nach ihrer Befreiung aus der Transportbox sofort auf den Boden und blieb auch dort sitzen. Das hatte ich noch nie bisher nach einer Neuaufnahme. Mir scheint es so, als wäre ihre Flugmuskulatur nicht richtig ausgebildet. Sie wird hier richtig trainieren müssen, wenn sie mit meinen Kostbarkeiten mithalten möchte. Emma hat bisher dem Züchter als "Brutmaschine" gedient und glücklicherweise ist das nun vorbei. Viel Freiflug wird sie nicht gehabt haben, nur in den Brutpausen.

 

Gestern habe ich mehrere Stunden bei ihr und meinen Kostbarkeiten in der Voliere verbracht, um sie und das Verhalten der Anderen zu beobachten. Ich erzählte viel, um sie an meine Stimme zu gewöhnen und ihr etwas die Angst zu nehmen. Sie soll lernen, dass sie nun ihre Ruhe hat und nicht ständig von einem Kescher herausgeholt wird, um in eine kleine Box gesetzt zu werden, damit sie wieder Eier legt und Kinderchen groß zieht. Sie taute auch irgendwann plötzlich auf und flog nach draußen in den Freiflug. Dort verharrte sie wieder erst einmal eine ganze Weile still und schaute sich ganz bewußt um. Und dann irgendwann fing sie endlich an, die Kolbenhirse zu futtern, welche ich für sie hingehängt hatte. Auch meine 4 Schisser kamen herbei und man flog nicht mehr voreinander weg.

 

Hoffentlich wird sie sich hier wohl fühlen und ich hoffe auch darauf, dass sie nicht beim Züchter einen vertrauten Vogel hatte, der sich nun genau wie sie, irgendwie alleine fühlt, obwohl er nicht alleine ist.