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Gandalf

Männchen

geschl. 18. November 2011

Einzug 20. April 2016

 


Farbschlag: doppelfaktoriger Spangle, weiß

 

 

Erklärung seines Farbschlags: Als Spangle bezeichnet man die umgekehrte Zeichnung jeder Feder, d. h. jede Feder hat einen hellen Abschluß neben einem dunklen Saum. Doppelfaktorig (df) sagt man, wenn von beiden Elterntieren der Spanglefaktor weitergegeben wird und keine/ kaum Zeichnung zu erkennen ist. Die Wangenflecken sind weiß. Df Spangle weiß, da Gandalf weiß ist. Er gehört der Blaureihe an. Seine Wachshaut ist blau und seine Augenfarbe schwarz mit Irisring. 

 

 

 

 

 

 

 

Nun habe ich doch noch einen neuen Wellensittich aufgenommen, ich konnte nicht anders, als ich IHN sah. Er erinnert mich sehr an den Wellensittich Dumbledore den ich im September 2009 abgeben mußte, da er sich mit einem andern Männchen nicht vertrug und sie sich regelrechte Kämpfe lieferten um ein Weibchen. Ich bin gespannt wie sich Gandalf hier einleben und in wen er sich verlieben wird. Er wurde als zahmes, fürsorgliches Männchen beschrieben und ich freue mich darauf, ihn kennenzulernen.

 

Gandalf ist ein weißer, wunderschöner Wellensittich mit kräftig blauer Wachshaut. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man auf seinem Bauch und auch Rücken einige Flecken zartblauen Anflugs von Farbe. Er hat wunderschöne, sprechende Augen. Dazu wirkt er kräftig und  bedächtig, ähnlich wie damals Dumbledore.  Gandalf heißt er, da er so majestätisch wirkt und durch seine weiße Farbe und seinem Blick so erhaben aussieht wie der Zauberer aus dem Roman "Der Herr der Ringe". Er wiegt zur Zeit 43 g.

Unten sieht man übrigens die Eltern von Gandalf.

Sirius - Vater von Gandalf

geb. 03.10.10

Opalin Df Spangle Weiß EGG II

Halbstandard

Lilli - Mutter von Gandalf

geb. ?

Hellflügel Spangle
Australischer Schecke
Dunkelblau GG


Nach der Rückfahrt von Gandalfs altem Zuhause ging ich mit ihm in meinen Garten zur Außenvoliere und zeigte ihn meinen Kostbarkeiten, welche sofort für kurze Zeit entsetzt zur Salzsäule erstarrten und danach eilig in den Schutzraum flogen. Solche Schisser! Dann erdreistete ich mich auch noch und kam mit Gandalf in IHREN Schutzraum. Angelo büxte sofort aus und flog wieder in den Aussenbereich, doch nicht lange, denn so konnte ich den Neuen ja nicht freilassen; schließlich wollte ich, daß er die Nacht im Warmen verbringt (nachts ist es noch ziemlich frisch draußen). Angelo mußte wieder hinein, was er auch widerstrebend tat.

 

Gandalf wartete nicht lange in der Transportbox, sondern flog sofort, nachdem ich den kleinen Transportkäfig geöffnet hatte, auf eine Schaukel und brachte somit die restliche Mannschaft in Bewegung. Der Arme muß sich nun einleben in eine neue Truppe und ich hoffe, daß er es relativ schnell schaffen wird.

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21. April 2016 - Heute Morgen ging ich wie immer, wenn ich einen neuen Wellensittich habe und er die erste Nacht draußen verbracht hat, mit klopfendem Herzen nach draußen, um das frische Futter und Wasser zu bringen. Wie hat Gandalf wohl seine erste Nacht in seinem neuen Zuhause verbracht? Haben die anderen ihn eventuell schon akzeptiert?

 

Nein, leider noch nicht! Wäre auch zu schön gewesen! Sie kümmerten sich kaum um ihn und er saß ziemlich alleine dazwischen. Ab und zu flogen mal Lilly und auch Lotte zu ihm und schienen ihn "beschnuppern" zu wollen, zogen dann aber wieder weiter. Im Laufe des Tages blieb er fast nur im Schutzhaus, während die anderen munter von drinnen nach draußen und wieder zurückflogen. Wir hatten heute wirklich ausgesprochen tolles Wetter mit 20/ 22 °C bei kühlem Lüftchen und ich hatte gehofft, daß er neugierig nach draußen fliegen würde. Irgendwann nach der Mittagszeit war es dann soweit und er wagte den ersten "Schritt" in die Außenwelt. Zuvor hatte ich immer wieder seine neugierigen Blicke und seinen langgestreckten Hals gesehen. Er flog ein paar - wie ich finde - unsichere Runden und landete etwas unbeholfen und wackelig auf den Ästen. Danach schaute er sich eine Weile um und flog wieder in den Schutzraum zurück, in dem er dann bis zum Abend blieb.

 

Glücklich war ich, als ich ihn dann nochmals kurz auf dem Ausflug sitzen sah, wo er heftig kopfwackelnd mit Emily quatschte. Wäre das schön, wenn die niedliche Emily, die ja vor kurzem ihren Jacob verloren hatte, in ihm einen neuen Partner finden würde. ....

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23. April 2016 - Gandalf gliedert sich immer mehr ein. Gestern war er sogar schon fast bereit, auf die Hand zu hüpfen, um Hühnerhirse zu schnabulieren. Er drehte erst im letzten Moment um. Wenn ich nun dran bleibe und täglich für eine kurze Zeit mit ihm quatsche und ihm Futter reiche, wird er die Scheu vor der Fremden sicherlich verlieren. Er hat gemerkt, daß er hier seine Ruhe finden kann, aber auch neue Freunde und Freundinnen. Auch genießt er mittlerweile den Außenbereich mit den für ihn völlig neuen Geräuschen und den vielen Wildvögeln, die er beobachten kann.

 

Im Augenblick brütet bei uns ein Rotkehlchenpärchen auf dem Dach der nochmals überdachten Außenvoliere meines Jemenchamäleons. Dieses Chamäleon bringe ich normalerweise nach der Winterpause, welche es in seiner Innenvoliere verbringt, nach draußen, wo es ab Mai bis in den Herbst hinein ganztägig den Frühling/ Sommer verbringt. Legolas muß nun warten bis die Jungvögel des Rotkehlchens geschlüpft und flügge sind. Dann erst kann ich ihn auch jetzt schon tagsüber bei sonnigem Wetter nach draußen setzen.

 

Dieses Rotkehlchenpärchen ist sehr munter im Garten unterwegs.... übrigens meistens zusammen und Gandalf findet sie höchst interessant, da sie ziemlich nahe an "seiner" Voliere vorbeifliegen und hüpfen, um Regenwürmer oder Maden aus dem Boden zu ziehen. Ich bin gespannt, welche Eigenschaften oder Eigenarten ich bei ihm hier entdecken werde. Er scheint ein liebes, verträgliches Kerlchen zu sein.

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24. April 2016 - So schnell kann man sich umorientieren! Gestern noch versuchte er Emily zu umgarnen und heute ist es Lotte! Es ist kaum zu glauben wie schnell sich Gandalf hier eingelebt hat. Eventuell hat er sich ja ein Zaubersüppchen gebraut, um Hemmungen und Ängste abzubauen, ganz so wie es ein richtiger Zauberer machen würde.

 

Er versucht wie verrückt Lotte für sich zu gewinnen und fliegt ihr überall hinterher. Sie ziert sich noch etwas, doch irgendwie scheint er ihr auch zu gefallen. Er ist ein Weibchenversteher und kennt wohl die richtigen Moves, denn unter ihnen herrscht Aufruhr! Sogar Galadriel ist er aufgefallen, doch bei ihr weiß ich nicht so genau, ob es nicht doch nur die Angst davor ist, dass sie nun einen neuen Futterkonkurrenten zusätzlich hat.

 

Lotte allerdings umfliegt er, bequatscht er und zeigt deutlich seine Begeisterung... ganz so wie es nur die Wellensittichmännchen können.

Federmilben

von Federmilben angefressene Federäste- Bild zur Vergrößerung anklicken
von Federmilben angefressene Federäste- Bild zur Vergrößerung anklicken

22. April 2016 - Außenhaltung hat auf jeden Fall auch ihre Schattenseiten!! Zum Beispiel der indirekte Kontakt zu Wildvögeln, bzw. deren Kot, wenn sie es sich auf dem Dach der Voliere gemütlich machen! Gandalf lebte vor seinem Einzug hier in einer umgebauten, lichtdurchfluteten Garage mit Verlängerung zum Garten und Außenfreiflugmöglichkeit. Dadurch kam er vermutlich mit Federmilben in Berührung.

 

Diese Federmilben gehören zu den Ektoparasiten. Als Mensch braucht man keine Angst zu haben, dass die Tierchen sich auch auf unseren Körpern wohl fühlen. Die Eier kleben ungefähr 2 Wochen lang unscheinbar und ordentlich an den größeren Federn und warten auf das große Schlüpfen, um sich dann vermutlich von Hautschuppen und Federteilen zu ernähren. Liegt ein starker Befall vor, wundert man sich zunächst über das löchrige, zerfaserte Federkleid seines Wellensittichs.

 

Der vorherige Besitzer fing Gandalf äußerst einfühlsam mit den Händen aus einer Gruppe von etwa 60 - 80 Wellensittichen - okay, rechts und links der Hände befand sich auch noch zur Tarnung halbreife Kolbenhirse - und untersuchte ihn gründlich, bevor er ihn mir übereignete. Das liebevolle Einfangen war beeindruckend!

 

Bei der Untersuchung entdeckte er auf der Unterseite der großen Schwungfedern leichte Spuren von Eiern in den Federn und handelte sofort, indem er Gandalf äußerst vorsichtig in den Nacken ein Kontaktgift (Frontline) auf die Haut sprühte. Dem Hinweis, dass ich nach 2 Wochen nochmals dieses Kontaktgift sprühen solle, bin ich heute nachgekommen (04. Mai 2016). Es ist ganz wichtig, dass man einen Bereich der Haut im Nacken trifft, den der Vogel dort mit seinem Schnabel nicht erreichen kann. Da Gandalf in der kurzen Zeit, die er hier verbracht hat, noch keinen Partner gefunden hat, der ihn krault, wird auch kein anderer Vogel die Stelle berühren, solange sie feucht und das Kontaktgift nicht eingezogen ist. Dieses Gift verbindet sich übrigens mit dem Hautfett und wird in den Haarbalgdrüsen eingelagert. Dadurch wirkt es über einen längeren Zeitraum.

 

In den letzten 2 Wochen habe ich täglich den Boden des Schutzhauses gesäubert. Die nächsten 2 Wochen werde ich es weiter "durchziehen", um zu verhindern, dass sich die Milben an den anderen Mitbewohnern festhalten. Ich hätte Gandalf natürlich 4 Wochen separieren können, doch das wollte ich dem geselligen Vogel auf keinen Fall antun. Seine nun ausfallenden Federn habe ich mit meinem Makroobjektiv fotografiert und konnte auch Fraßspuren sichten. (siehe Bild)

07. Juni 2018 - Diese weiße Schwungfeder von Gandalf entdeckte ich beim Säubern des Schutzhauses auf dem Boden liegend. Mit bloßem Auge betrachtet, konnte ich das blutige Ende des Federkiels kaum erkennen, doch mit Hilfe meines Makroobjektives, mit welchem ich gerne gefundene Federn fotografiere, um Eier von Federmilben oder Ähnliches zu entdecken, sah ich das Unheil.

 

Am Kiel entdeckt man ein Eintrittsloch der Federspulmilbe, welche schon ordentlich Teile der Federäste mit ihren Bogenstrahlen abgenagt hat. Hier muss ich eingreifen und leider wieder einmal Gandalf und seine 7 Freunde und Freundinnen einfangen, um sie mit einem Kontaktgift, z. B. Frontline, mit dem Wirkstoff Fipronil aus der Phenylpyrazole Gruppe betupfen.

 

Hier hatte ich schon einmal ausführlicher darüber berichtet.

 

Natürlich sollte man anhand der Verfärbung des Federkiels auch daran denken, dass Gandalf eventuell eine Leberstörung haben könnte. Es sind ja farbliche Einlagerungen im Federkiel zu erkennen. Allerdings spricht es mehr für Federspulmilben, da die Bogenstrahlen angefressen sind. An eine mögliche virusbedingte Gefiederstörung mag ich nicht denken.

 

Um dieses abzuklären, werde ich zu meiner vogelkundigen Tierärztin fahren und weiß dann hoffentlich Genaueres.

 

 

 

 

 

14. Juni 2018 - Mittlerweile war ich bei der vk Tierärztin und habe abklären lassen, um was es sich bei der gefundenen Feder von Gandalf handelt. Durch die angefressenen Bogenstrahlen geht sie von Federspulmilbenbefall aus. Ich musste nun auch die anderen Wellensittiche mitbehandeln, da sie sich sonst gegenseitig anstecken könnten.

 

Da Gandalf sehr munter ist, möchte sie ihn nicht pieksen, um mit Hilfe einer Blutanalyse festzustellen, ob tatsächlich eine Leberfunktionsstörung vorliegt. Unterstützend auch für alle meine Wellis soll ich ihm Löwenzahnblätter reichen und Phyto-Nephro (Ersatz für Phytorenal-F) über das Trinkwasser. Hierbei ist es in Ordnung, dass es so auch die anderen Wellensittich mittrinken, da viele der heutigen Wellensittiche leider eine Leberschwäche haben und sie so unterstützt werden können.

13. Februar 2017 - Vorhin war ich nochmals in der Voliere, da es derzeit draußen so herrlich schön ist und war mit meinem Fotoapparat bewaffnet, um aktuelle Bilder meiner Kostbarkeiten zu machen.

 

Dabei entdeckte ich gleich zu Anfang frisches, rotes Blut auf einem Holz, welches direkt vor dem Einflug zum Schutzraum befestigt ist. Oh Schreck, was ist denn hier passiert? Mir fiel sofort ein, dass ich im letzten Jahr Anfang April etwas Ähnliches entdeckt hatte und es sich um Rangeleien um ein Weibchen gehandelt hatte. Ist es dieses Mal etwas Ähnliches oder hat sich jemand ernsthaft verletzt? Erst einmal musste ich denjenigen finden, der sich verletzt hatte.... Alle 8 saßen unschuldig auf ihren Plätzen und bewegten sich nicht.....

 

Doch dann entdeckte ich Gandalf, der ein Füßchen in die Höhe hob, um es zu schonen. Auch der Ast, auf dem er sich aufhielt, war mit blutigen Fußspuren übersät. Was war nur geschehen? Vorstellen kann ich mir, dass es sich hier tatsächlich wieder einmal um Verteidigungskämpfe gehandelt haben wird wie auch schon im letzten Jahr zwischen Picasso, Angelo und Sam. Dieses Mal wird Lotte wohl von ihrem Gandalf bis aufs Blut verteidigt worden sein, denn er wacht über sie wie ein weißer Schatten und duldet niemanden in ihrer direkten Nähe. Es muss sich jemand in das Füßchen von ihm verbissen haben, denn nur er war verletzt.. kein anderer. Mal schau'n, was morgen so passiert. Ich werde wachsam sein!

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